Feuerfront rückt näher

Waldbrand nahe Monschau: Dringende Empfehlungen zur Evakuierung

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

:newstime

Kampf gegen Waldbrände in ganz Europa

Videoclip • 01:33 Min • Ab 12


Wegen des Großbrands im belgischen Hohen Venn sollen Menschen in drei Monschauer Ortsteilen ihre Unterkünfte verlassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Waldbrand im belgischen Hohen Venn bedroht die Grenzregion.

  • Die Feuerfront ist nur noch drei Kilometer von Deutschland entfernt.

  • In Monschau gelten dringende Empfehlungen zur Evakuierung.

Die Waldbrandlage im belgischen Hohen Venn spitzt sich zu. Die Feuerfront rückte in der Nacht zum Sonntag bis auf etwa drei Kilometer an die deutsche Grenze heran. In Monschau wurden deshalb Bewohner:innen dreier Ortsteile dringend aufgefordert, ihre Häuser vorübergehend zu verlassen.

Betroffen sind Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg westlich des Messewegs. Die Stadt warnte vor einer möglicherweise erheblichen Rauchbelastung und gesundheitsgefährdenden Rauchniederschlägen. Die Menschen sollten bis 10 Uhr bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Die Empfehlung galt zunächst bis zum Abend.

Für Personen ohne private Unterkunft richtete Monschau ab 7 Uhr eine Anlaufstelle im Bürgercasino Imgenbroich ein. Die Feuerwehr wurde in Vollalarm versetzt und bereitete vorsorglich Löschmaßnahmen vor. Sollte das Feuer auf deutsches Gebiet übergreifen, sollen die Einsatzkräfte unmittelbar eingreifen können.


Belgien ordnet Evakuierungen an

Auch auf belgischer Seite wurden Ortschaften evakuiert. Die Behörden ordneten unter anderem die Räumung von Küchelscheid an, das unmittelbar westlich an Kalterherberg grenzt. Der Brand, der am Freitagnachmittag ausgebrochen war, hat nach Behördenangaben bereits mehr als 2700 Hektar zerstört. Belgien aktivierte den europäischen Katastrophenschutzmechanismus; zusätzliche Hubschrauber und Löschflugzeuge wurden angekündigt.

Auch in den News: Mehr zu dem Thema:

Lage in Hürtgenwald entspannt sich

Im deutschen Hürtgenwald entspannte sich die Lage dagegen vorübergehend. Rund 1800 Menschen konnten nach der Evakuierung des Ortsteils Gey in ihre Häuser zurückkehren. Der Brand ist jedoch nicht vollständig gelöscht, an zwei Stellen waren noch Flammen sichtbar. Rund 1600 Einsatzkräfte kämpften weiter gegen das Feuer, das als bislang größter Waldbrand des Sommers in Deutschland gilt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

"Bild.de"

Mehr entdecken