Fünf Tote

Waldbrände in Griechenland: Riesige Flächen vernichtet, Notstand hält an

Aktualisiert:

von Michael Reimers

:newstime

Griechenland kämpft gegen Feuer

Videoclip • 01:27 Min • Ab 12


Trotz nachlassender Winde bleibt die Lage in Griechenland dramatisch: Westlich von Athen kämpfen Einsatzkräfte noch immer an zwei kritischen Fronten gegen die Flammen – die Bilanz ist erschütternd.

Das Wichtigste in Kürze

  • Griechenland ist weiterhin von großflächigen Waldbränden westlich von Athen betroffen.

  • Die Brände haben bereits fünf Menschenleben gefordert, hunderte Häuser zerstört und rund 10.000 Hektar Land verwüstet.

  • Während internationale Unterstützung bei den Löscharbeiten hilft, laufen Ermittlungen zu Brandursachen und einem Hubschrauberunglück.

Die Feuerwehren in Griechenland befinden sich weiterhin in einem erbitterten Kampf gegen großflächige Wald- und Buschbrände westlich der Hauptstadt Athen. Die Flammen sind noch immer nicht unter Kontrolle, wie griechische Medien am Montag (3. August) berichten. Die Einsatzkräfte konzentrieren ihre Bemühungen auf zwei besonders gefährliche Fronten: eine im Gebiet der Ortschaft Agios Nektario im Kithairon-Gebirge, die andere nordwestlich der Stadt Megara mit ihren gut 36.000 Einwohner:innen.

Zwar haben die Winde im Vergleich zum Wochenende an Stärke verloren, doch die Gefahr ist keineswegs gebannt. Die Löscharbeiten bleiben gefährlich, und der Zivilschutz stuft die Waldbrandgefahr weiterhin als sehr hoch ein.

Bereits am Wochenende hatten sich die Flammen wegen starker Winde zeitweise mit hoher Geschwindigkeit ausgebreitet, besonders in den Gebieten Veniza und Psatha. Das Feuer bewegte sich in Richtung Osten und lag nur noch wenige Kilometer von Megara entfernt, rund 50 Kilometer westlich von Athen.


Auch in den News:

Fünf Tote, zahlreiche zerstörte Häuser

Die menschliche Bilanz der Katastrophe ist erschütternd: Am Sonntag (2. August) kamen bei der Kollision zweier Löschhubschrauber ein Pilot und ein Copilot ums Leben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf fünf – bereits in der vergangenen Woche waren drei Feuerwehrleute gestorben. Die Behörden haben Ermittlungen zum Hubschrauber-Unglück eingeleitet.

Die materiellen Schäden sind gewaltig: Medienberichten zufolge geht die Zahl der zerstörten Häuser in die Hunderte. In der Region sollen insgesamt rund 10.000 Hektar Fläche verbrannt sein. Zahllose Nutz- und Wildtiere verendeten in den Flammen. Die Behörden wollen so schnell wie möglich mit der Untersuchung verbrannter Häuser beginnen, damit die betroffenen Menschen finanzielle Unterstützung erhalten.

Mindestens 500 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, darunter auch Einsatzkräfte aus Rumänien und Frankreich. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers wurden landesweit bereits 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen. Auch auf der Insel Kefalonia wütet ein großer Waldbrand, dort seien bislang jedoch keine Ortschaften unmittelbar bedroht. Die Waldbrände auf Kreta sollen nach Berichten örtlicher Medien größtenteils gelöscht sein.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken