Brände an Italiens Traumküste

Waldbrände an der Amalfiküste – war es Brandstiftung?

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Videoclip • 01:08 Min • Ab 12


Flammen über der Amalfiküste! In einem der beliebtesten Urlaubsgebiete Italiens haben Waldbrände für dramatische Szenen gesorgt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Tagen kämpfen Einsatzkräfte an der Amalfiküste und auf der Halbinsel von Sorrent gegen Feuer.

  • Dutzende Menschen mussten evakuiert werden.

  • Die größten Feuer sind zwar gelöscht, doch Wind und Glutnester halten die Gefahr aufrecht.

Die Amalfiküste und die angrenzende Halbinsel von Sorrent sind von einer Reihe heftiger Brände getroffen worden. Besonders dramatisch war die Lage rund um Positano, Amalfi, Conca dei Marini, Agerola und Vico Equense. Flammen rückten bis an Wohnhäuser heran, Straßen wurden gesperrt und Anwohner vorsorglich in Sicherheit gebracht.

In Positano mussten rund 30 Menschen aus dem Ortsteil Nocelle evakuiert werden. Auch im Agerolaer Ortsteil San Lazzaro wurden Bewohner und Gäste aus dem Gefahrenbereich gebracht. Die wichtige Küstenstraße SS 163 war zeitweise zwischen Positano und Vico Equense gesperrt. Ein durch das Feuer ausgelöster Erdrutsch verschärfte die Situation zusätzlich.


Brände größtenteils unter Kontrolle

Feuerwehr, Zivilschutz und freiwillige Helfer kämpften unter schwierigen Bedingungen gegen die Flammen. Starke Windböen fachten die Brände immer wieder an und erschwerten den Einsatz von Hubschraubern und Löschflugzeugen. Die größeren Brandfronten konnten inzwischen gelöscht werden, einzelne Glutnester mussten jedoch weiter bekämpft werden.

Menschen kamen nach bisherigem Stand nicht zu Schaden, auch Wohnhäuser blieben von größeren Schäden verschont. Die Folgen für die Natur sind dagegen erheblich: Jahrhundertealte Bäume, Unterholz und Lebensräume von Wildtieren wurden zerstört. An den verbrannten Hängen droht mit einsetzenden Regenfällen zudem eine erhöhte Gefahr von Erdrutschen und langfristiger hydrogeologischer Instabilität.

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War es Brandstiftung?

Die Ursache der Brände ist noch ungeklärt. Mehrere Bürgermeister vermuten jedoch Brandstiftung, weil die Feuer an verschiedenen Orten nahezu gleichzeitig ausbrachen. Beweise für ein vorsätzliches oder gar koordiniertes Vorgehen gibt es bislang nicht. Unterdessen bekommt auch der Tourismus die Folgen zu spüren: Erste Hotelstornierungen und abgesagte Anreisen wurden gemeldet. Reisende sollten die Lage unmittelbar vor der Abfahrt prüfen und Hinweise der Behörden beachten.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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