Bundespolizei

Rechtschreibfehler entlarven falsche Einladung am Flughafen Köln/Bonn

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

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Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Rechtschreibfehler in einem angeblichen Einladungsschreiben haben einen 38-Jährigen am Flughafen Köln/Bonn auffliegen lassen. Für einen vermeintlichen Job hatte er 3.000 Euro gezahlt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mann wollte mit einem Forschungsvisum nach Deutschland einreisen.

  • Für einen angeblichen Lkw-Job mit 4.700 Euro Gehalt zahlte er 3.000 Euro.

  • Die Bundespolizei verweigerte ihm die Einreise und schickte ihn zurück in die Türkei.


Ein 38-Jähriger wollte mit einem Forschungsvisum nach Deutschland einreisen. Doch Rechtschreibfehler in einem angeblichen Einladungsschreiben des Karlsruher Instituts für Technologie machten die Bundespolizei misstrauisch. Hinter der Reise steckte offenbar das Versprechen auf einen gut bezahlten Job.

Ein vermeintliches Einladungsschreiben einer deutschen Forschungseinrichtung ist einem 38-jährigen türkischen Staatsbürger am Flughafen Köln/Bonn zum Verhängnis geworden. Wie t-online berichtet, fielen Bundespolizisten bei der Einreisekontrolle mehrere Rechtschreib- und Grammatikfehler in dem vorgelegten Dokument auf.

Der Mann war am Dienstag mit einem Flug aus Ankara in Köln gelandet. Nach Angaben der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin legte er neben seinem türkischen Reisepass ein deutsches Visum für einen längerfristigen Aufenthalt sowie ein vermeintliches Einladungsschreiben des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vor. Das Visum war zu Forschungszwecken erteilt worden.

Die zahlreichen Fehler in dem Schreiben machten die Beamten jedoch misstrauisch. Sie nahmen Kontakt mit dem KIT auf. Dort bestätigte sich der Verdacht: Das Institut hatte das Einladungsschreiben nicht ausgestellt und der 38-Jährige war dort nicht bekannt.

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4.700 Euro Gehalt versprochen

Bei der anschließenden Vernehmung erklärte der Mann laut Bundespolizei, das Visum über einen Mittelsmann erhalten und dafür 3.000 Euro gezahlt zu haben. Dieser habe ihm außerdem einen Job als Lkw-Fahrer mit einem monatlichen Verdienst von 4.700 Euro in Aussicht gestellt.

Auch die Deutsche Presse-Agentur berichtet über den Fall und die Aussagen des 38-Jährigen. Demnach soll ihm der Mittelsmann sowohl das Visum vermittelt als auch die Beschäftigung als Lkw-Fahrer versprochen haben.

Ob der versprochene Job tatsächlich existiert, ist bislang unklar. Wie "t-online" unter Berufung auf einen Sprecher der Bundespolizei berichtet, wurde bisher nicht ermittelt, ob es die angekündigte Arbeitsstelle tatsächlich gibt.

Für den 38-Jährigen endete die Reise noch am Flughafen. Die Bundespolizei verweigerte ihm die Einreise und wies ihn in die Türkei zurück. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, der Visumserschleichung sowie des Versuchs der unerlaubten Einreise eingeleitet.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

t-online: "Rechtschreibfehler: Polizei lässt Mann nicht in Land", 17. September 2026 Bundespolizeidirektion

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin: "BPOL NRW: Rechtschreibfehler machen Bundespolizei misstrauisch – Einreise mit Forschungsvisum endet am Flughafen Köln/Bonn"

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