Britische Königsfamilie

Vorwürfe gegen Meghans Vater: Was wusste die Polizei?

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

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Kinderpornografie: Schwere Vorwürfe gegen Meghans Vater

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Neue Details im Fall um Meghans Vater Thomas Markle: Bereits 2019 erhielt die Londoner Polizei ein Schreiben mit Vorwürfen gegen den 82-Jährigen. An andere Strafverfolgungsbehörden wurden die Informationen jedoch nicht weitergegeben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Metropolitan Police erhielt bereits 2019 ein Schreiben mit Vorwürfen gegen Thomas Markle.

  • Die Informationen wurden an Meghan und Prinz Harry weitergegeben, nicht aber an andere Strafverfolgungsbehörden.

  • Inzwischen wird auf den Philippinen gegen Markle ermittelt – der 82-Jährige weist die Vorwürfe zurück.

Meghan soll ihrem Vater per Brief mitgeteilt haben, dass er seine Enkel nie treffen werde.

Bild: Jonathan Brady/PA Wire/dpa


Im Fall um schwere Vorwürfe gegen Thomas Markle, den Vater von Herzogin Meghan, rückt nun auch das Vorgehen der britischen Polizei in den Fokus. Die Londoner Metropolitan Police hat bestätigt, bereits vor Jahren über Anschuldigungen gegen den heute 82-Jährigen informiert worden zu sein, berichtet Reuters. Die Informationen wurden damals zwar an Meghan und Prinz Harry weitergegeben – andere Strafverfolgungsbehörden erhielten sie jedoch nicht.

Nach Angaben von Scotland Yard ging im Januar 2019 ein Schreiben ein, das mehrere Vorwürfe wegen mutmaßlicher Straftaten außerhalb Großbritanniens enthielt. Das Dokument wurde an das für den Schutz der Royals zuständige Protection Command geschickt, da mögliche Sicherheitsrisiken für Meghan im Raum standen. Anschließend entschied die Behörde, das Schreiben dem Büro des Herzogs und der Herzogin von Sussex zur Kenntnis zu geben.

Eine Weitergabe der darin enthaltenen Anschuldigungen an andere Strafverfolgungsbehörden erfolgte nach Angaben der Metropolitan Police allerdings nicht. Scotland Yard überprüft deshalb inzwischen den damaligen Umgang mit dem Schreiben. Dabei werde auch geprüft, ob der Fall an die unabhängige Polizeiaufsicht IOPC weitergeleitet werden müsse, heißt es laut Sky News.


Meghan äußert sich "zutiefst bestürzt"

Meghan hatte sich am Freitag erstmals ausführlicher zu den aktuellen Vorwürfen gegen ihren Vater geäußert. Sie sei angesichts der Berichte "zutiefst bestürzt", erklärte die 45-Jährige. Ihre Gedanken seien bei Kindern, denen möglicherweise Schaden zugefügt worden sei.

Die Herzogin hatte zunächst angegeben, bereits 2018 über "verstörende" Anschuldigungen informiert worden zu sein. Nach der Überprüfung ihrer Unterlagen nennt die Metropolitan Police allerdings Januar 2019 als Zeitpunkt, an dem das Schreiben bei ihr einging. Ein Sprecher Meghans räumte laut Reuters ein, dass sie sich beim Zeitpunkt geirrt haben könnte und die Polizeiunterlagen als maßgeblich anzusehen seien.

Meghan erklärte zudem, die damaligen Informationen seien der Grund dafür gewesen, ihren Vater von ihren Kindern Archie und Lilibet fernzuhalten. Britischen Medien zufolge soll sie Thomas Markle später auch schriftlich mitgeteilt haben, dass er seine Enkelkinder nicht kennenlernen werde. Über einen solchen Brief berichtete unter anderem die "Times".


Ermittlungen auf den Philippinen

Auslöser der aktuellen Berichterstattung sind schwere Anschuldigungen von Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. Dieser soll nach eigenen Angaben im früheren Haus seines Vaters auf den Philippinen umfangreiches Material mit Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs entdeckt haben. Darüber hatte zunächst die britische "Sun" berichtet. Die zuständigen Behörden auf den Philippinen untersuchen die Vorwürfe inzwischen.

Auch das FBI kennt den Fall. Ein Sprecher der US-Bundespolizei erklärte, die Behörde sei über die Vorwürfe informiert und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen.

Thomas Markle weist die Anschuldigungen zurück. Gegenüber britischen Medien bezeichnete er sie als "sick lies". Die Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich erwiesen.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur Reuters

The Guardian: "Met police confirm giving Duchess of Sussex letter about father’s alleged offending"

Sky News: "Met Police received Thomas Markle allegations letter, but did not tell other forces"

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