Deutschlands größter See

Trockenheit: Bodensee-Pegelstand nähert sich der 2,50-Meter-Marke

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Bodensee: Trockenheit stoppt Schiffe

Videoclip • 01:39 Min • Ab 12


Der Pegelstand des Bodensees könnte schon bald unter 2,50 Meter sinken. In Konstanz wurden zuletzt nur noch 2,53 Meter gemessen.

Der Pegelstand des Bodensees sinkt weiter. Deutschlands größter See könnte zeitnah mit zweieinhalb Metern eine weitere prägnante Marke unterbieten, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der Pegel Konstanz beträgt aktuell nur noch 2,53 Meter.

Der Wasserstand liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit extrem niedrigen Niveau. Wegen der anhaltenden Trockenheit und des natürlichen Jahresverlaufs rechnet die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) in den kommenden Wochen tendenziell mit einem weiteren Absinken.

Eine Entspannung ist auch nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nicht zu erwarten. Demnach wird in der Nacht auf Donnerstag (1. Oktober) mit einer Kaltfront sowie schauerartig verstärkten Regenfällen zu rechnen sein.

Ungewöhnlich trocken dieses Jahr

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist absehbar auch keine Entspannung in Sicht. Der DWD prognostiziert für die Nacht zum Donnerstag (1. Oktober) eine Kaltfront mit schauerartig verstärkten Regenfällen. Zumindest zeitweise dürfte es wieder regnen – örtlich seien etwa 20 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden möglich. "Es kann auch recht schwach sein", sagte ein DWD-Meteorologe.

Für die ungewöhnliche Trockenheit in der Bodensee-Region gibt es mehrere Gründe. Nach Angaben der LUBW fehlte nach einem schneearmen Winter das Schmelzwasser aus den Alpen. Hinzu kamen seit Monaten zu geringe Niederschläge und eine hohe Verdunstung während des warmen Sommers.

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Allzeit-Tief des Bodensees dennoch weit entfernt

Eine Rekordmarke bedeutet der aktuelle Pegelstand allerdings nicht: Die niedrigsten Wasserstände erreicht der Bodensee üblicherweise erst im Winter. Nach Angaben des Niedrigwasser-Informationszentrums Baden-Württemberg wurde der niedrigste Wasserstand seit Beginn der Auswertung 1850 mit 2,26 Metern Ende Februar und Anfang März 1858 gemessen.

Der Bodensee folgt einem natürlichen Jahresrhythmus. Nach den meist hohen Wasserständen im Frühsommer und Sommer gehen die Zuflüsse zum Spätsommer zurück. Im Herbst und Winter fällt ein großer Teil des Niederschlags in den Alpen als Schnee und wird zunächst gespeichert. Entsprechend sinkt der Wasserstand normalerweise weiter, bevor er mit der Schneeschmelze im Frühjahr wieder steigt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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