Tarifkonflikt

Streik in Baden-Württemberg: Tagelang keine Busse und Bahnen in 13 Orten

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Verdi: Die Gewerkschaft hinter den Streiks

Videoclip • 01:33 Min • Ab 12


Drei Tage lang stehen ab Mittwoch in Baden-Württemberg zahlreiche Busse und Züge wegen eines Verdi-Streiks still. Welche Regionen  betroffen sind.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem dreitägigen Streik bei mehreren Bussen und Bahnen der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) in Baden-Württemberg aufgerufen. Der Arbeitsausstand soll an diesem Mittwoch (30. September) beginnen und bis einschließlich Freitag andauern. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Betroffen sind nach der Gewerkschaft zufolge die SWEG-Busbetriebe in Lahr, Offenburg, Schutterwald, Kehl, Endingen, Emmendingen, Weil am Rhein, Müllheim, Dörzbach, Lauda, Wiesloch, Sinsheim und Gammertingen. Auf den betroffenen Linien sei damit zu rechnen, dass weitestgehend keine Busse fahren.


Bus- und Zugverkehr wird bestreikt

SWEG zufolge fahren zudem voraussichtlich auch keine Züge auf den Strecken Bad Krozingen–Münstertal, Achern–Ottenhöfen, Biberach–Oberharmersbach und Hechingen–Gammertingen. Der Zugverkehr anderer Eisenbahnunternehmen sei ebenfalls betroffen: die Schwäbische Alb-Bahn auf der Strecke Gammertingen–Engstingen–Schelklingen und der DB Regio auf der Strecke Endingen–Gottenheim.

Mehr als 300 Gewerkschaftsmitglieder beteiligen sich nach Angaben von Verdi an dem Ausstand. Verhandlungsführerin Friederike DeCoite sagte: "Wir bringen mit den Warnstreiks keine Schärfe in die Verhandlungen, wie die Arbeitgeber behaupten." Die SWEG könne die Arbeitsniederlegungen der Busfahrer:innen sofort beenden, wenn diese endlich bereit sei, mit der Gewerkschaft zu reden.

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Dritter Bus-Streik bei der SWEG in Folge

Bereits zweimal kam es bei den Busbetrieben der SWEG in den vergangenen Wochen für jeweils zwei Tage zu Arbeitsniederlegungen: Verdi zufolge "ohne eine Reaktion des Arbeitgebers". Mit den erneuten Warnstreiks soll nun Druck aufgebaut werden, um die SWEG an den Verhandlungstisch zu bringen, hieß es. Die Fahrer:innen fordern Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen im Zuge von Neuausschreibungen. Zudem läuft bundesweit die Entgeltrunde zum Eisenbahntarifvertrag, von der laut Verdi auch die SWEG betroffen ist. Eine Einigung gibt es bislang nicht.

Hingegen kritisiert die SWEG den Streikaufruf als unverhältnismäßig und verantwortungslos. Verdi bringe eine unnötige Schärfe in die laufenden Verhandlungen, sagte Konzerngeschäftsführer Thilo Grabo.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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