Zu hohe Preise
Touristen klagen über Mecklenburg-Vorpommern - und kommen trotzdem wieder
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von Andrea Ege:newstime
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Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern bekommt schlechtere Noten: Laut einer aktuellen Gästebefragung sind immer mehr Urlauber unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis - aber kommen dennoch zurück.
Das Wichtigste in Kürze
Mehr als 10.000 Gäste wurden für die repräsentative Studie befragt.
Besonders schlecht bewertet: Schlechtwetterangebote mit Note 3,0.
70 Prozent der Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern waren bereits mehrfach zu Gast.
Laut einer aktuellen Umfrage beklagen sich immer mehr Urlauber:innen über das Preis-Leistungs-Verhältnis in Mecklenburg-Vorpommern. Eine Gästebefragung ergab insgesamt die Note 2,8 auf einer Skala von eins bis sechs, wie die Tourismusgesellschaft des Landes jetzt mitteilte. In den Jahren 2022/2023 war das Preis-Leistungs-Verhältnis noch mit der Note 2,5 bewertet worden und 2015/2016 mit einer 2,3.
Das Unternehmen Benchmark Services hatte im Auftrag der MV Tourismus GmbH mehr als 10.000 Übernachtungsgäste ab 15 Jahren befragt. Die Ergebnisse gelten laut Tourismusgesellschaft als repräsentativ.
Luft nach oben für Familien
Vor allem die Familienangebote kamen nicht gut weg. In der Umfrage von 2022/2023 erhielten sie noch die Note 1,9, zwei Jahre später nur noch eine 2,5. Dieselbe Tendenz zeigte sich bei dem radtouristischen Angebot (2,3 nach 1,9), dem Wassersportangebot (2,5 nach 1,9) und den Angeboten zum Wandern (2,2 nach 1,8). Verbesserungsbedarf sehen die Urlauber:innen offensichtlich auch bei den Schlechtwetterangeboten. Sie rutschten von 2022/2023 bis jetzt von 2,8 auf 3,0.
Beliebteste Aktivitäten der MV-Urlauber:inenn
Spazierengehen ist der Umfrage zufolge die beliebteste Urlaubsaktivität, gefolgt vom Genuss regionaltypischer Speisen oder Getränke, dem Baden im Meer, der Besichtigung kultureller Sehenswürdigkeiten und dem Radfahren.
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Treue Gäste
Trotz aller Klagen bleiben viele Gäste dem Urlaubsland offenbar dennoch treu: Rund 70 Prozent der Befragten waren bereits mehrfach in Mecklenburg-Vorpommern, 44 Prozent sogar mehrmals pro Jahr. Insgesamt gaben 83 Prozent an, mit ihrem Aufenthalt (sehr) zufrieden zu sein – die Durchschnittsnote für den Aufenthalt lag bei einer 1,8. Vier von fünf Befragten wollen in den nächsten drei Jahren sicher wiederkommen.
Allerdings steigt das Durchschnittsalter der Gäst:innen weiter. Mittlerweile liegt es bei knapp 56 Jahren. Der Mecklenburg-Vorpommern-Tourismus-Geschäftsführer Peter Kranz sieht in diesem Bereich einen klaren Handlungsbedarf: „Wir müssen verstärkt neue Reisende, sprich Neukund:innen, gewinnen und vor allem jüngere Zielgruppen begeistern, zum Beispiel durch Sportevents oder Festivals."
Die meisten Urlauber kommen aus Sachsen
Die größte Urlaubergruppe stammt aus Sachsen (13,5 Prozent), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (11,3 Prozent) und Niedersachsen (10,4 Prozent). Jede zweite Person kommt aus Ostdeutschland oder Berlin. Internationales Publikum spielt kaum eine Rolle: Nur zwei Prozent der Gäst:innen reisten aus dem Ausland an.
Tourismusstart 2026 vielversprechend
Trotz der kritischen Umfrageergebnisse startete Mecklenburg-Vorpommern stark ins Tourismusjahr 2026. Von Januar bis März wurden rund 1,1 Millionen Gäst:innen gezählt – ein Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen stieg um vier Prozent.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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