Kriminelle nutzen Behördennamen
Steuern, Personalausweis, KfW: Verbraucherschützer warnen vor diesen Betrugsmaschen
Veröffentlicht:
von Benedikt RammerDie Verbraucherzentrale warnt vor zahlreichen Betrugsmaschen wie betrügerische E-Mails und gefälschte SMS.
Bild: CHROMORANGE
Kriminelle verschicken betrügerische E-Mails und SMS im Namen von Ministerien, Behörden und bekannten Institutionen. Ziel ist es, Geld und persönliche Daten zu erbeuten. Die Verbraucherzentrale warnt und gibt Tipps zum Schutz vor diesen Maschen.
Das Wichtigste in Kürze
Kriminelle täuschen mit E-Mails und SMS im Namen von Behörden und Institutionen.
Ziel ist der Diebstahl von Geld und sensiblen persönlichen Daten.
Verbraucher:innen sollten verdächtige Nachrichten melden und niemals unbedacht darauf reagieren.
Kriminelle nutzen zunehmend die Namen von Ministerien, Behörden und anderen bekannten Einrichtungen, um Verbraucher:innen mit betrügerischen E-Mails und SMS zu täuschen. Die Verbraucherzentrale warnt vor aktuellen Maschen, die auf die Themen Steuern, Personalausweise oder Förderprogramme wie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abzielen. Ziel der Betrüger:innen ist es, Geld zu erbeuten oder sensible persönliche Daten zu stehlen, die für Identitätsdiebstahl missbraucht werden können.
Phishing-Mails und Smishing-Attacken:
Eine beliebte Methode ist der Versand von Phishing-Mails, die täuschend echt gestaltet sind. Zum Beispiel wird im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) behauptet, man müsse eine IBAN für ein SEPA-Lastschriftmandat bestätigen – über eine gefälschte Internetseite namens "elster-veri.de". Die echte Seite des Steuerportals "Elster" lautet jedoch "elster.de". Auch SMS, sogenannte Smishing-Attacken, werden genutzt: Hier wird beispielsweise eine Steuererstattung oder Energiepauschale versprochen, wenn Empfänger:innen persönliche Daten eingeben. Die Verbraucherzentrale rät dringend davon ab, auf Links in solchen Nachrichten zu klicken oder Daten preiszugeben.
Betrug mit falschen Bußgeldern
Eine weitere Masche sind gefälschte Bußgeldbescheide. E-Mails im Namen von Inkassounternehmen wie "COEO-Inkasso" oder Behörden wie dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) behaupten, Empfänger:innen hätten Verkehrsverstöße begangen und müssten Geldstrafen zahlen. Kriminelle gehen dabei so weit, persönliche Anschriften zu verwenden, um die Nachrichten glaubwürdiger wirken zu lassen. Diese Daten stammen oft aus öffentlichen Verzeichnissen oder früheren Datenlecks. Die Verbraucherzentrale betont jedoch, dass Behörden wie das KBA keine Bußgeldbescheide per E-Mail verschicken.
Personalausweis und falsche Apps
Besonders gefährlich sind Betrugsversuche, bei denen Kriminelle persönliche Dokumente wie den Personalausweis verlangen. In einer angeblichen E-Mail des Innenministeriums sollen Betroffene Ausweiskopien und Videos von sich selbst hochladen – angeblich zur Sicherheitsüberprüfung. Tatsächlich dienen diese Daten dazu, Identitäten zu stehlen. Auch gefälschte Apps wie "ElsterSecure+" werden beworben, die jedoch schädliche Software enthalten können.
Falsche Förderprogramme
Unter dem Deckmantel von Förderprogrammen locken Betrüger:innen mit Versprechungen wie einem "Inflationsschutz-Förderprogramm" der KfW oder einer Kapitalumschichtung im Rahmen des EU-Wiederaufbauprogramms "NextGenerationEU". Diese Programme existieren nicht in der angegebenen Form. Über Links in den Nachrichten gelangen Betroffene auf betrügerische Internetseiten, die persönliche Daten abgreifen.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt allen Betroffenen:
Keine Links in verdächtigen Nachrichten anklicken!
Keine persönlichen Daten preisgeben!
Im Zweifel bei der echten Behörde oder Einrichtung nachfragen!
Besonders hilfreich ist der Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW. Hier können verdächtige E-Mails weitergeleitet werden, damit aktuelle Maschen erkannt und Warnungen ausgesprochen werden können.
Verwendete Quellen:
Verbraucherzentrale: "Betrug: Phishing-Mails und falsche SMS von Ministerien und Behörden"
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