FAQ zum Abflug
LIVE: Abflug zur bemannten Mond-Mission "Artemis 2" – vier Astronauten fliegen ins All
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Mondmission "Artemis II" kurz vorm Start
Videoclip • 37 Sek • Ab 12
Die NASA-Mission "Artemis 2" beginnt: Vier Astronaut:innen heben mit ihrer Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Wer ist an Bord, wie ist der Plan der NASA und was bedeutet die Mission?
Das Wichtigste in Kürze
In der Nacht auf Donnerstag (2. April) deutscher Zeit sollen wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen.
Im Rahmen der "Artemis 2"-Mission der NASA sollen die vier Astronaut:innen eine "Acht" um Erde und Mond fliegen.
An Bord werden die erste Frau sowie der erste Nicht-Weiße auf einer Mondmission sein.
Mit der "Artemis 2"-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA sollen in diesem Jahr erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Nach zahlreichen Verzögerungen wegen technischer Probleme ist der frühestmögliche Start nun für die Nacht zum Donnerstag (2. April) geplant: Um 18:24 Uhr Ortszeit (0:24 Uhr deutscher Zeit) soll die Rakete am Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida losfliegen.
Zwei Stunden beträgt das Startfenster. Weitere Verschiebungen sind nicht ausgeschlossen.
Verfolge den Start zur Mond-Mission ab sofort im kostenlosen Livestream:
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Im Januar wurde ein unbemannter Bodentest, das sogenannte "Wet Dress Rehearsal", bei dem alle Abläufe außer dem eigentlichen Start getestet werden sollten, wegen außergewöhnlich niedriger Temperaturen in den Februar verschoben. Und auch im Februar gab es zuletzt einen Rückschlag.
Das sind die wichtigsten Infos rund um den Starttermin, die Besatzung und die Ziele der "Artemis 2".
Wer ist an Bord?
Die "Artemis 2"-Besatzung besteht aus:
Christina Koch (geboren am 29. Januar 1979, USA)
Victor Glover (geboren am 30. April 1976, USA)
Reid Wiseman (geboren am 11. November 1975, USA)
Jeremy Hansen (geboren am 27. Januar 1976, Kanada)
Für Glover, Koch und Wiseman wäre es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch würde als erste Frau an einer Mondmission der NASA teilnehmen, Glover als erster Nicht-Weißer und Hansen als erster Kanadier.
"Artemis 2" sei "mehr als eine Mission", sagte Glover nach der Crew-Bekanntgabe. "Es ist der nächste Schritt auf dem Weg, der die Menschheit zum Mars bringen wird, und diese Crew wird das nie vergessen."
Wie ist der Zeitplan?
Das "Artemis"-Programm wurde von der NASA 2017 verkündet. Es ist benannt nach der Göttin des Mondes und Zwillingsschwester des Gottes Apollo aus der griechischen Mythologie. Ursprünglich war eine bemannte Mondlandung ("Artemis 3") bis 2024 vorgesehen, aber es kam zu mehreren Verschiebungen.
Nach dem erfolgreichen unbemannten Testflug "Artemis 1" im Jahr 2022 wurde "Artemis 2" nun für "die erste Jahreshälfte 2026" angesetzt.
Der Starttermin im Februar musste nach einem unbemannten Bodentest verschoben werden. "Wir streben nun März als frühestmöglichen Starttermin für 'Artemis 2' an", hatte NASA-Chef Jared Isaacman mitgeteilt – nun ist es April geworden. Beim "Wet Dress Rehearsal" hatte es unter anderem Probleme mit einem Leck beim Betanken und mit der Audioübertragung vom Boden aus gegeben.
Wie soll die Mission ablaufen?
Mit der Rakete "Space Launch System" sollen die vier Astronaut:innen vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben. An Bord der "Orion"-Kapsel werden sie etwa zehn Tage lang um den Mond fliegen, bevor die Kapsel im Meer auf der Erde landet.
Der Flugverlauf gleicht insgesamt einer Acht um Erde und Mond. Die Besatzung wird mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Am weitesten Punkt werden sie sich etwa 370.000 Kilometer von der Erde entfernen, etwa 7.500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes. Von dort können sie Erde und Mond gleichzeitig sehen.
Wie leben die Astronaut:innen?
Die "Orion"-Kapsel fliegt größtenteils vollautomatisch, aber die Astronaut:innen werden zu Testzwecken auch manuell steuern. Sie müssen alle Systeme und ihren Gesundheitszustand mit Tests, Sensoren und Messungen überwachen. Fotos und Analysen von Erde und Mond gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben.
In der Enge der Kapsel schlafen die Astronaut:innen in an der Wand befestigten Schlafsäcken. Zur Reinigung stehen Feuchttücher, Flüssigseife und Waschlappen zur Verfügung. Das Essen ähnelt dem auf der ISS, ist aber limitierter, da der Essenswärmer nur begrenzte Kapazitäten hat. Mindestens 30 Minuten täglich sind für Sport vorgesehen. Jede:r hat ein Tablet und einen Laptop für die Wifi-Kommunikation mit der Erde sowie einige heruntergeladene Filme und Spiele.
Gibt es längerfristige Pläne?
Die "Artemis"-Pläne wurden vom neuen NASA-Chef Jared Isaacman gerade komplett umgeschmissen. Die Mission "Artemis 3", mit der ursprünglich frühestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, soll nun bereits im kommenden Jahr starten, aber nicht auf dem Mond landen.
Stattdessen soll die "Orion"-Kapsel sich bei dieser Mission im Weltraum mit einem oder zwei Mondlandern zusammendocken. Zudem soll es 2028 möglicherweise sogar zwei Mondlandungsversuche geben – "Artemis 4" und "Artemis 5". Außerdem wird eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond anvisiert.
Was kostet die "Artemis"-Mission?
2021 schätzte der damalige Generalinspekteur der NASA, dass die Kosten für das "Artemis"-Programm bis 2025 auf 86 Milliarden Dollar steigen würden – deutlich mehr als anfangs veranschlagt. Es wurde als die "ehrgeizigste und teuerste Aktivität" der NASA bezeichnet. "Artemis 2" allein dürfte laut Expertenschätzungen etwa vier Milliarden Dollar kosten.
Zum Vergleich: Das "Apollo"-Programm kostete insgesamt rund 28 Milliarden Dollar, was heute etwa 280 Milliarden entsprechen würde.
Auch in den News
Wer arbeitet neben der NASA mit?
An "Artemis" sind neben der NASA viele private Raumfahrtunternehmen beteiligt, darunter Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos und SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk. Internationale Partner sind vor allem die Raumfahrtprogramme von Kanada, Japan, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die europäische Raumfahrtbehörde Esa.
Die Rückkehr zum Mond symbolisiert strategisch technologische und geopolitische Führung im Wettlauf um den Weltraum. Eine dauerhafte Präsenz dort gilt als Weg, nationale Interessen in der Raumfahrt zu sichern.
Historische Bedeutung
Zuletzt betrat im Dezember 1972 der 2017 verstorbene NASA-Astronaut Eugene Cernan im Rahmen der "Apollo 17"-Mission den Mond. Insgesamt brachten die USA als bislang einziges Land zwischen 1969 und 1972 zwölf Astronauten auf den Mond.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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