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Salzstangen im Öko-Test-Check: Schadstoffe in jedem dritten Produkt
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von Nadine von ParsevalEin aktueller Test von 19 Produkten zeigt: Nicht alle Salzstangen sind unbedenklich.
Bild: IMAGO/Shotshop
Salzstangen gelten als harmloser Snack. Doch ein aktueller Test von 19 Produkten zeigt: Nicht alle sind unbedenklich. Vor allem Acrylamid und Pestizidrückstände sorgen für Abwertungen.
Das Wichtigste in Kürze
Zehn von 19 getesteten Salzstangen erhalten bei Öko-Test die Note "sehr gut".
Aber rund ein Drittel der Produkte ist mit Acrylamid oder Pestiziden belastet.
Salzstangen sind fettärmer als Chips, enthalten aber teils viel Salz.
Das Online-Portal Öko-Test hat 19 Salzstangen aus Supermärkten und Discountern untersuchen lassen – darunter vier Bio- und zwei glutenfreie Varianten. Zehn Produkte schneiden mit "sehr gut" ab. Doch rund ein Drittel fällt durch erhöhte Acrylamidgehalte oder Mehrfachrückstände von Pestiziden auf.
Zehn Produkte überzeugen – ein Drittel fällt auf
Zwei Drittel der geprüften Salzstangen sind empfehlenswert, zehn erhalten sogar die Bestnote "sehr gut". Auffällig: Unter den Top-Produkten finden sich alle Bio-Varianten sowie mehrere günstige Eigenmarken. Sie zeigen unauffällige Acrylamidwerte und kaum Rückstände.
Problematisch wird es bei etwa einem Drittel der Produkte. Laut Test lagen die gemessenen Acrylamidgehalte teils mehr als zur Hälfte über dem Richtwert der EU-Kommission für Cracker. Acrylamid entsteht beim starken Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel und hat sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen. In sechs Fällen zog das Magazin jeweils zwei Noten ab.
Zu den Verlierern zählen unter anderem die Snack Day Salzstangen von Lidl. Hier wurden Spuren von zwei Pestiziden nachgewiesen, zudem war der Acrylamid-Wert erhöht. Auch Mehrfachrückstände bewertet Öko-Test kritisch, da mögliche Wechselwirkungen bislang nicht ausreichend erforscht sind.
Aluminium, Zusatzstoffe und der Salzfaktor
Ein weiteres Thema im Test: Aluminium. Laugengebäck wird vor dem Backen in Natronlauge getaucht. Kommen die Teiglinge dabei mit aluminiumhaltigen Blechen in Kontakt, kann Metall auf das Produkt übergehen. In allen getesteten Salzstangen wurden Aluminiumspuren gemessen – sie lagen jedoch unter einem Bayern geltenden Höchstwert. Im Freistaat gibt ves laut Öko-Test diesen Richtwert für Aluminiumgehalte in Laugengebäck, bis zu dem die Verunreinigung als technisch unvermeidbar gilt.
Kritik gibt es vereinzelt auch an Zusatzstoffen wie Carboxymethylcellulose (CMC), die als Stabilisator eingesetzt wird. Tierstudien zeigen bei hoher Dosierung mögliche Auswirkungen auf die Darmflora. Mehrere Produkte kommen allerdings ganz ohne solche Stoffe aus.
Ernährungsphysiologisch schneiden Salzstangen beim Fett besser ab als Chips – meist deutlich unter zehn Gramm pro 100 Gramm. Dafür enthalten sie teils viel Salz: Zwischen 2,5 und 6,8 Gramm pro 100 Gramm wurden gemessen. Wer 50 bis 100 Gramm isst, erreicht schnell einen Großteil der empfohlenen Tagesmenge.
Helfen Salzstangen wirklich bei Durchfall?
Ernährungsphysiologisch schneiden Salzstangen beim Fett besser ab als Chips – meist deutlich unter zehn Gramm pro 100 Gramm. Dafür enthalten sie teils viel Salz: Zwischen 2,5 und 6,8 Gramm pro 100 Gramm wurden gemessen. Wer 50 bis 100 Gramm isst, erreicht schnell einen Großteil der empfohlenen Tagesmenge.
Und noch ein verbreiteter Irrtum: Salzstangen helfen nicht gegen Durchfall. "Salzstangen, Cola oder Zwieback helfen bei Durchfall meist nicht, weil sie dem Patienten nicht das liefern, was der Körper akut braucht: Wasser und Elektrolyte im richtigen Verhältnis", sagt Professor Andreas Stallmach vom Universitätsklinikum Jena.
Verwendete Quellen:
Öko-Test: "Salzstangen können mit Acrylamid oder Pestiziden belastet sein – 19 Produkte im Test"
Chip: "Salzstangen im ÖKO-TEST: Ein Drittel der Snacks belastet mit Acrylamid und Pestiziden"
Weitere Tests von Ökö-Test:
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