Notfall im Restaurant
Reinigungsmittel statt Getränk: Neue Erkenntnisse zum Vorfall am Timmendorfer Strand
Veröffentlicht:
von dpaDie Polizei bestätigt eine Verwechslung mit Reinigungsmittel als Ursache für den Großeinsatz. (Symbolbild)
Bild: Monika Skolimowska/dpa
Eine ätzende Flüssigkeit löste einen medizinischen Großeinsatz in einem Restaurant aus. Vermutlich kam es beim Ausschank zu einer folgenschweren Verwechslung.
In einem Restaurant in Timmendorfer Strand an der Ostseeküste ist es am Donnerstagabend (1. Januar) zu einem medizinischen Großeinsatz gekommen, nachdem mehrere Gäste eine stark ätzende Flüssigkeit zu sich genommen hatten. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens zehn Menschen verletzt.
Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst wurden gegen 20:20 Uhr in den Ortsteil Niendorf gerufen. Mehrere Gäste klagten über Verletzungen im Mund- und Rachenbereich. Nach ersten Ermittlungen bestand der Verdacht, dass es beim Ausschank zu einer Verwechslung gekommen war.
Insgesamt erlitten drei Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 31 und 84 Jahren Verletzungen. Neun Betroffene wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Mindestens eine Person wurde schwer verletzt.
Sieben Menschen bereits wieder aus dem Krankenhaus
Dem NDR zufolge soll eine Frau in ein künstliches Koma versetzt worden sein. Die Polizei wollte diese Information zunächst weder bestätigen noch dementieren. "Es gibt eine schwer verletzte Frau", sagte Polizeisprecherin Anna Julia Meyer.
Zudem bestätigte die Polizei, dass ein Reinigungsmittel Ursache der Verletzungen war. Meyer teilte außerdem mit, dass inzwischen sieben der neun ins Krankenhaus gebrachten Personen wieder entlassen werden konnten. Zwei Betroffene werden weiterhin medizinisch behandelt.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Vor Ort waren zehn Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie die Freiwillige Feuerwehr Niendorf im Einsatz.
Auch in den News:
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Landtagswahl
AfD stellt 100-Tage-Plan für Sachsen-Anhalt vor

Iran-Krieg
Irans neue Regierung schwört Rache nach Chamenei-Bestattung

Kampf gegen Kinderpornografie
EU-Parlament öffnet Tür für Chatkontrollen bei WhatsApp, Google & Co.

Reformvorschläge
Söder verspricht: Minijobs bleiben

Abgeordnetenhauswahl in Berlin
Kann Evers die CDU noch retten?

Verkehr & Mobilität
Ganzjahresreifen auf dem Prüfstand: ADAC empfiehlt dieses Modell

