Immer vorher waschen
Bundesinstitut warnt: Ready-to-eat-Produkte können Krankheitskeime enthalten
Veröffentlicht:
von Momir Takac:newstime
RKI warnt vor multiresistenten Bakterien
Videoclip • 01:49 Min • Ab 12
In fertig geschnittenem und abgepacktem Gemüse können gefährliche Erreger lauern. Mit ein paar Sicherheitsregeln minimierst du das Risiko.
Ready-to-eat-Produkte oder Fresh-Cuts sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob in Supermärkten, in Bäckereien oder in Kantinen: Vorgeschnittenes Obst oder Gemüse sind beliebte Snacks, auch, weil sie einem die lästige Schäl- und Schneidearbeit abnehmen. Doch in den Packungen lauern versteckte Gefahren.
Praktisch, aber auch leicht verderblich: Geschnittenes Obst sollte zügig verzehrt und richtig gelagert werden.
Bild: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor krankmachenden Keimen, die insbesondere für empfindliche Personengruppen wie Kinder, Schwangere und Menschen, deren Abwehrkräfte infolge hohen Alters, durch Vorerkrankungen oder durch Medikamenteneinnahme geschwächt sind, zu gefährlichen Erkrankungen führen können.
Warnung: Ready-to-eat-Produkte können gefährliche Keime enthalten
Beim Zerkleinern von Obst und Gemüse wird deren natürliche Schutzbarriere zerstört. An den entstehenden Schnittflächen tritt Zellsaft aus, der Bakterien und anderen Mikroorganismen als idealer Nährboden dient. In Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit, die sich in geschlossenen Plastikverpackungen bildet, können sich Krankheitserreger wie Salmonellen, Listerien oder EHEC-Bakterien besonders schnell vermehren. Selbst in Tiefkühlprodukten können sich Salmonellen ansammeln.
Ein erhöhtes Risiko bergen zudem Früchte mit rauer Schale wie Cantaloupe-Melonen: Keime von der Außenhülle gelangen beim Aufschneiden leicht auf das säurearme Fruchtfleisch und vermehren sich dort bereits nach wenigen Stunden ungekühlter Lagerung rasant.
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Wer auf Fresh-Cut-Produkte nicht verzichten möchte, sollte folgende Sicherheitsregeln beachten:
Augen auf beim Einkauf
Frische prüfen: Achte darauf, dass die Ware knackig und optisch einwandfrei aussieht. Starke Flüssigkeitsansammlungen oder Verfärbungen deuten auf mangelnde Frische hin.
Aufgeblähte Packungen meiden: Eine aufgeblähte Plastikfolie ist ein Zeichen für Gärungsprozesse im Inneren.
Kühlkette beachten: Kaufe nur Produkte, die im Supermarkt durchgehend gut gekühlt gelagert wurden.
Richtige Lagerung und schneller Verzehr
Durchgehend kühlen: Vorgeschnittenes Obst gehört unverzüglich bei +4 bis +6 °C in den Kühlschrank. Zerkleinerte Salate sollten bei maximal +7 °C gelagert werden.
Zügig essen: Verbrauche die Produkte möglichst rasch nach dem Kauf und halte dich strikt an das angegebene Verbrauchsdatum.
Das BfR rät zudem dringend dazu, Salate und Rohkost vor dem Verzehr noch einmal gründlich mit kaltem, sauberem Wasser abzuspülen, auch wenn auf der Verpackung "verzehrfertig" oder "gewaschen" steht. Das senkt die Keimbelastung. Eine Krankheitsgefahr durch Keime ist immer wieder Grund für einen Rückruf. Aktuelle Warnungen und Produkthinweise gibt es hier im Überblick.
Verwendete Quelle:
bfr.bund.de: "Vorgeschnittenes Obst und Gemüse kann Krankheitserreger enthalten"
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