Alltagsprobleme im Vatikan

Als der Papst beim Kundendienst anrief: Bankmitarbeiterin ließ Leo XIV. abblitzen

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

Erste Ostermesse von Papst Leo XIV. (5. April)

Videoclip • 01:52 Min • Ab 12


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Ganz ohne göttlichen Bonus: Auch der Papst muss mit Kundenservices telefonieren. Die Geschichte, wie Leo XIV. vergeblich mit einer Bankmitarbeiterin telefonierte – und warum nicht einmal das Argument "Ich bin der Papst" half.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein enger Freund des US-amerikanischen Papstes erzählt, wie Leo bei seiner Bank anrief, um infolge seines neuen Amts im Vatikan einige Daten zu ändern.

  • Die ihm zugestellte Bankmitarbeiterin erklärte, Leo müsse für sein Anliegen persönlich in der Filiale erscheinen.

  • Da dem Pontifex ein Besuch bei seiner Bank nicht möglich war, versuchte er es anders: Er outete sich als Papst – woraufhin die Bankmitarbeiterin das Telefonat beendet.

"Bank anrufen" – ein nerviges, aber sehr alltägliches To-do. Wenn man sich endlich zu dem Anruf durchringen kann, wird es im Kundencenter dann so richtig kompliziert. Genau das passierte auch Leo XIV. Ja, richtig – dem Papst.

Zwei Monate nach seiner Weihe zum Papst habe der frisch gebackene Vatikanbewohner bei seiner Bank angerufen, um sich ordnungsgemäß umzumelden, wie ein enger Freund, Pfarrer Tom McCarthy, bei einer Versammlung von Katholiken in Naperville (Illinois) erzählte.

Auch in den News:

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Und was, "wenn ich Ihnen sagen würde, dass ich Papst Leo bin?"

Am anderen Ende der Leitung habe eine Mitarbeiterin abgenommen. Leo habe sich ihr mit seinem bürgerlichen Namen, Robert Prevost, vorgestellt. Er wolle seine Telefonnummer und Adresse ändern. Nachdem der Pontifex alle Sicherheitsfragen korrekt beantwortet habe, sei die Ernüchterung gekommen: Die Mitarbeiterin habe ihrem Klienten mitgeteilt, dass die telefonische Datenänderung nicht ausreiche – er müsse persönlich in die Filiale kommen.

"Nun, das werde ich nicht tun können", habe der frustrierte Leo laut Pater McCarthy entgegnet, der die Geschichte in einem auf sozialen Medien geposteten Videoclip teilt. Er habe doch alle Sicherheitsfragen angegeben, argumentierte der Papst.

Doch die Bankmitarbeiterin habe sich nicht umstimmen lassen. Leos letztes Notfallargument: "Wäre es für Sie von Bedeutung, wenn ich Ihnen sagen würde, dass ich Papst Leo bin?"

Die Mitarbeiterin am anderen Ende habe aufgelegt.

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Schwank eines Freundes aus den 80ern

Immer wieder ist lautes Lachen aus dem Publikum in McCarthys Video zu hören. Auch "The New York Times" berichtet über das fast schon absurd alltägliche Erleben des Papsts. Die US-amerikanische Tageszeitung hakte genauer per Mail bei McCarthy nach. Dieser bestätigt: Die Geschichte über den Ärger mit der Bank sei wahr.

Bei einer Bildungsveranstaltung für Männer und Jungen in einer Kirche in Naperville hatte er von seiner Freundschaft mit Papst Leo erzählt. Er lernte Papst Leo in den 1980er-Jahren in Chicago kennen, wo beide in ähnlichen Arbeitervierteln der Stadt aufgewachsen waren.

Papst Leo stammt aus bescheidenen Verhältnissen in Dolton, Illinois, einem kleinen Vorort von Chicago. Später war er als Bischof in Peru und in einer einflussreichen Position im Vatikan tätig, bevor er vor fast genau einem Jahr zum Papst gewählt wurde.



Verwendete Quellen:

The New York Times: "What Happened When the Pope Had to Call Customer Service"

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