Tipp vom Experten
Nosferatu-Spinne erobert Norddeutschland – so gefährlich ist ihr Biss
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
NASA findet rätselhaftes Spinnennetz auf dem Mars (3. März)
Videoclip • 01:35 Min • Ab 12
Sie trägt ein Vampir-Gesicht auf dem Rücken und ihre Giftklauen durchdringen menschliche Haut. Jetzt hat die Nosferatu-Spinne den Norden Deutschlands erreicht. Was bei einem Biss passiert.
Das Wichtigste in Kürze
Die Nosferatu-Spinne hat den Norden Deutschlands erreicht.
Sie kann menschliche Haut durchbeißen.
Der Biss ist meist schwächer als ein Wespenstich.
Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Nosferatu-Spinne hat mittlerweile den Norden Deutschlands erreicht. Laut Hubert Höfer, stellvertretender Vorstand der Arachnologischen Gesellschaft, hat sich die Art entlang des Rheins, seiner Nebenflüsse und in den letzten Jahren auch über weitere Verkehrswege im gesamten Bundesgebiet verbreitet.
Giftklauen durchdringen menschliche Haut
Die Spinnenart Zoropsis spinimana wurde erstmals 2005 in Freiburg nachgewiesen. Seitdem hat sie sich kontinuierlich ausgebreitet und ist inzwischen in nahezu allen Regionen Deutschlands anzutreffen.
Die Tiere werden etwa ein bis zwei Zentimeter lang, ihre Beinspannweite kann bis zu fünf Zentimeter erreichen. Ihren Namen erhielt die Spinne aufgrund einer markanten Zeichnung auf dem Vorderkörper, die an die Vampirfigur aus dem gleichnamigen Stummfilm erinnert.
Die nachtaktive Spinne gehört zu den wenigen Arten in Deutschland, deren Giftklauen die menschliche Haut durchdringen können. Allerdings ist der Biss für Menschen normalerweise ungefährlich und der Schmerz meist schwächer als bei einem Wespenstich. An der Bissstelle können Rötungen oder Schwellungen auftreten, die einige Tage anhalten können. Ein Biss erfolgt fast ausschließlich dann, wenn sich das Tier bedroht fühlt.
Anfangs seien die Nosferatu-Spinnen hauptsächlich in Gebäuden entdeckt worden, berichtet Höfer. Mittlerweile finde man sie auch im Freien, etwa in Gartenhütten, Schuppen, Nistkästen oder unter der Rinde von Bäumen im Siedlungsbereich, besonders bei Platanen.
Auch in den News:
Das musst du nach einem Biss tun
Wer von einer Nosferatu-Spinne gebissen werde, solle das Tier fangen. Falls wider Erwarten eine Behandlung nötig würde, hätte man dann einen Beleg, so Höfer. Die Bissstelle solle beobachtet werden. Falls die Rötung großflächiger wird oder andere Symptome auftreten, könne man mit der Spinne zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen.
Möglicherweise wirken sich die Spinnen sogar positiv auf das städtische Ökosystem aus, da sie die Populationen der im süddeutschen Raum häufig gewordenen Bernsteinschabe kontrollieren könnten.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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