Klimakrise
Nichtstun wird teuer: Klimaschutz würde laut Studie Wohlstand sichern
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von dpaWindkraft gilt als umwelttfreundliche Zukunftstechnologie. (Symbolbild)
Bild: IMAGO/Anadolu Agency
Investitionen in Klimaschutz kosten viel Geld - doch würden sich einer neuen Untersuchung zufolge dennoch lohnen. Die Ergebnisse zeigen: Richtig teuer wird es, falls am Klimaschutz gespart wird.
Das Wichtigste in Kürze
Eine Untersuchung der OECD und des UN-Entwicklungsprogramms UNDP kommt zu dem Schluss, dass effektiver Klimaschutz sich auch für die Wirtschaft auszahlt.
Studienergebnisse zeigen: Je fortgeschrittener die Zeit, desto mehr lohnen sich entsprechende Investitionen.
Besonders in der zweiten Jahrhunderthälfte hätte ein geringerer Anstieg der Erdtemperatur demnach auch wirtschaftlich positive Auswirkungen.
Effektiverer Klimaschutzwürde sich nach einer aktuellen Studie der OECD und des UN-Entwicklungsprogramms UNDP auch wirtschaftlich lohnen – und zwar im Laufe der Zeit immer stärker. Denn gerade in der zweiten Jahrhunderthälfte würden Schäden, die mit einem geringeren Anstieg der Erdtemperatur milder ausfielen, positiv zu Buche schlagen.
Zwei Szenarien: 2,45 Grad Temperaturanstieg und 1,7 Grad
Die Autor:innen der Studie haben zwei Szenarien verglichen. Im ersten würde die Weltgemeinschaft beim Klimaschutz so weiter machen wie bisher und bereits beschlossene Klimaschutzvorhaben umsetzen. Der globale Ausstoß an Treibhausgasen würde den Berechnungen zufolge damit bis 2040 um sieben Prozent sinken im Vergleich zu 2022. Die Erdtemperatur würde bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,45 Grad ansteigen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.
Im zweiten Szenario hingegen bliebe der Temperatur-Anstieg, wie bei der Pariser Weltklimakonferenz 2015 vereinbart, deutlich unter zwei Grad, konkret: bei 1,7 Grad. Die Emissionen würden damit um 34 Prozent sinken bis 2040.
Die weltweite Wirtschaftsleistung läge im zweiten Szenario bis 2040 um 0,2 Prozent über jener im ersten; bis 2050 läge die Differenz bei 3 Prozent und bis 2100 bei 13 Prozent.
Gewinner und Verlierer
Trotz der berechneten positiven Effekte gibt es auch beim Klimaschutz Gewinner:innen und Verlierer:innen, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt, schreiben die Autor:innen. Sie schlagen deshalb eine gezielte Unterstützung ärmerer und benachteiligter Haushalte vor.
"Nicht Klimaschutz gefährdet unseren Wohlstand, sondern zu wenig Klimaschutz", folgerte Klima-Staatssekretär Jochen Flasbarth. "Das sind wichtige ökonomische Argumente für alle Staaten, die gerade weltweit an neuen Klimaplänen arbeiten." Im laufenden Jahr müssen alle Staaten ihre nationalen Klimabeiträge für die Zeit bis 2035 vorlegen.
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