Infektionsgeschehen

Neuartiges Orthobunyavirus breitet sich in Baden-Württembergs Ställen aus

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Wetter macht Landwirten zu schaffen

Videoclip • 01:40 Min • Ab 12


Ein neuartiges Virus macht sich in Baden-Württembergs Ställen breit: Über 130 Betriebe sind bereits betroffen. Als Überträger gilt die Bartmücke.

Das neuartige Orthobunyavirus mit dem Namen Shamonda-like-Virus breitet sich in Baden-Württembergs landwirtschaftlichen Betrieben aus. Nach Zahlen des Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamtes Aulendorf (Kreis Ravensburg) waren Ende August 2026 bereits mehr als 130 Betriebe in der Region betroffen. Bei den erkrankten Tieren zeigten sich Fieber und Durchfall, bei Milchkühen kam es teils zu einem deutlichen Rückgang der Milchleistung. Eine Impfung gibt es zwar nicht. Doch die Tiere würden nach zwei bis drei Wochen wieder gesund. Das Virus wird durch Bartmücken übertragen.

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Virus bislang nicht auf Menschen übertragbar

Erstmals nachgewiesen wurde das Shamonda-Virus, das eine hohe Verwandtschaft mit dem Orthobunyavirus aufweist, laut dem Friedrich-Loeffler-Institut bereits Mitte der 1960er-Jahre in Nigeria. Bis 2026 traten vereinzelte Fälle im anderen Teilen Afrikas sowie in Japan auf. In Mitteleuropa wurde das Virus im Sommer 2026 zum ersten Mal festgestellt – mittlerweile in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Eine Übertragung auf den Menschen wurde bislang nicht nachgewiesen.

Das Institut empfiehlt Landwirt:innen: Beim Auftreten akuter Symptome – Milchrückgang, Fieber und Durchfall – sollten Proben zur Abklärung einer möglichen Infektion mit dem Shamonda-like-Virus an die zuständigen Landesuntersuchungseinrichtungen weitergeleitet werden. Ebenso sollten klinisch auffällige Neugeborene untersucht werden.


Verwendete Quellen:

Staatlich Tierärztliches Untersuchungsamt Aulendorf

Bauernblatt: "Kleiner Stich mit fataler Wirkung"

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