Mutmaßlicher Terroranschlag
Nach Autoexplosion in Neu-Delhi: Ermittlungen Richtung Terroranschlag - Modi spricht von "Verschwörung"
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Tote bei Auto-Explosion in Neu-Delhi
Videoclip • 23 Sek • Ab 12
Bei einer Explosion in der indischen Hauptstadt kamen mindestens acht Menschen ums Leben, zahlreiche wurden verletzt. Ob sich ein Sprengsatz am Auto befand, wird untersucht.
Nach der verheerenden Autoexplosion mit mehreren Toten in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi ermitteln die Behörden in Richtung eines möglichen Terroranschlags. Die Untersuchungen seien formal nach dem Anti-Terrorgesetz des Landes eingeleitet worden, sagte der stellvertretende Polizeichef von Nord-Delhi, Raja Banthia, zu Journalist:innen. Details nannte er nicht. Die Untersuchungen befinden sich demnach in einem frühen Stadium.
Modi spricht von "Verschwörung"
Indiens Ministerpräsident Narendra Modi sprach während eines Besuchs im Nachbarstaat Bhutan mit Blick auf die Explosion von einer Verschwörung. "Unsere Behörden werden der Konspiration auf den Grund gehen", sagte Modi während eines öffentlichen Termins in der Hauptstadt Thimpu. Die Verantwortlichen würden vor Gericht gestellt. Modi nannte keine Einzelheiten.
Durch die Autoexplosion am Montagabend (10. November, Ortszeit) in einem belebten Viertel Neu-Delhis kamen nach Berichten des Senders NDTV, der sich auf Behördenvertreter berief, neun Menschen ums Leben. Weitere 20 Personen seien verletzt worden. Innenminister Amit Shah hatte zuvor von mindestens acht Todesopfern gesprochen.
Explosion in der Nähe von Touristenattraktion
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der historischen Festungs- und Palastanlage Red Fort. Ob sich ein Sprengsatz in dem Kleinwagen befand, soll unter anderem durch die Untersuchungen am Wrack des Autos festgestellt werden. In diesem seien auch Körperteile gefunden worden, die ebenfalls untersucht würden, sagte Vize-Polizeichef Banthia.
Das Auto war vor dem Zugang zur U-Bahn-Station Lal Quila (Red Fort) explodiert, der direkt zum viel besuchten alten Marktviertel Chandni Chowk führt. Die massive Palastanlage aus dem 17. Jahrhundert, die am Montag geschlossen war, befindet sich auf der anderen Straßenseite. Sowohl der Markt als auch die Anlage sind bekannte Touristenattraktionen.
Sollte es sich der Verdacht auf einen Anschlag bestätigen, wäre es nach Berichten indischer Medien das erste derartige Attentat in Neu-Delhi seit September 2011. Damals waren bei einem Bombenanschlag vor dem Obersten Gericht 15 Menschen getötet worden.
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