Ab 16 Uhr

LIVE: Finales Gutachten zu "Timmy" wird vorgestellt – wird der Buckelwal gerettet?

Aktualisiert:

von Michael Reimers
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Während der gestrandete Meeresriese "Timmy" vor der Insel Poel noch atmet, bereiten Expert:innen ein entscheidendes Gutachten vor. Heute fällt die finale Entscheidung über Leben und Tod des Buckewals.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Buckelwal "Timmy" liegt seit einer Woche vor der Insel Poel und atmet noch – doch es sieht düster aus.

  • Heute entscheidet ein Gutachten, ob das geschwächte Tier noch zu retten ist.

  • Fachleute rechnen damit, dass der Wal in der Bucht sterben wird – rund um die Uhr wird er beobachtet und mit Wasser versorgt.

Die Ostseetage von "Timmy" – so haben ihn viele Menschen längst getauft – könnten gezählt sein. Doch der zwölf Meter lange Buckelwal gibt nicht auf. Auch am frühen Ostermontag atmete das Tier noch regelmäßig, alle zwei bis vier Minuten hob und senkte sich sein massiver Körper.

Am Dienstag (7. April) wird ein Gutachten erwartet, das über "Timmys" Schicksal entscheiden könnte. Meeresbiolog:innen und Veterinär:innen sollen den Gesamtzustand des Meeressäugers bewerten und Aufschluss über seine Überlebenschancen geben. "Wir werden morgen die finale Entscheidung treffen müssen", kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) an.

Ein Kampf gegen die Ostsee selbst

Was dem Wal zusetzt, ist paradoxerweise das Wasser, in dem er liegt. Der Salzgehalt der Ostsee liegt rund ein Drittel unter dem, was Buckelwale aus der Nordsee oder dem Atlantik gewohnt sind. Die Folge: massive Hautprobleme, die seinen Gesundheitszustand dramatisch verschlechtern.

Hinzu kommen Verletzungen, mutmaßlich von Schiffsschrauben, sowie Abdrücke, wahrscheinlich von einem Netz. Aufgrund seines Gewichts von etwa zwölf Tonnen ist Timmy bereits 50 bis 60 Zentimeter in den Ostseeboden eingesunken.

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Ein Hoffnungsschimmer aus Dänemark

Doch es gibt einen letzten Hoffnungsschimmer: Das Umweltministerium prüft, ob ein Katamaran aus Dänemark den tonnenschweren Wal retten könnte. Die Idee klingt kühn: Mit 80 Zentimeter bis einen Meter breiten Gurten soll das Tier vorsichtig angehoben und auf ein Netz gelegt werden, um es lebend in tieferes Wasser zu transportieren. Der Katamaran wäre in der Lage, die zwölf Tonnen aufzunehmen.

Doch Backhaus dämpfte die Erwartungen: "Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde". Trotzdem betonte er: "Dennoch geben wir den Wal nicht auf – bis zum letzten Atemzug."

Schwieriger Sterbeprozess möglich

Die Wissenschaft zeichnet ein düsteres Bild von Timmys letzten Stunden. "Bei einem Großwal kann der Sterbeprozess mehrere Tage dauern, während denen der Druck des eigenen Körpergewichts zunehmend die Organe schädigt", erklärte Meeresbiologin Tamara Narganes Homfeldt von der Organisation Whale and Dolphin Conservation. Langfristig führe dies zu einem Kreislaufkollaps und Organversagen.

Währenddessen untersuchen Expert:innen auch die Wasserqualität in der Bucht, um zu prüfen, ob von dem sterbenden Tier Gefahren für die Umwelt oder die öffentliche Gesundheit ausgehen. Rund um die Uhr wird "Timmy" beobachtet und regelmäßig von der Feuerwehr mit Wasser benetzt.

Es war das vierte Mal, dass sich der Wal an der Ostseeküste festsetzte – dreimal zuvor gelang ihm die Befreiung. Doch diesmal scheint die Kraft zu fehlen. Am Dienstag wird sich zeigen, ob für Timmy noch eine Chance besteht – oder ob sein Kampf ums Überleben verloren ist.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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