uft, Ruß und Feinstaub:
Kerzen im Winter: So hältst du Schadstoffe aus der Luft fern
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
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Nicht jede Kerze ist automatisch unbedenklich: Beim Abbrennen entstehen unter anderem Ruß und Feinstaub. Das müssen Verbraucher:innen wissen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein warmes Kerzenlicht gehört für viele zur Herbst- und Winterzeit.
Doch beim Abbrennen können Feinstaub, Formaldehyd und weitere Schadstoffe entstehen.
Mit der richtigen Auswahl, einem gekürzten Docht und regelmäßigem Lüften lässt sich die Belastung verringern.
Kerzen gehören für viele Menschen zur dunklen Jahreszeit und besonders zur Adventszeit. Beim Abbrennen können jedoch Ruß, Feinstaub, Formaldehyd, Stickoxide und weitere flüchtige Verbindungen in die Raumluft gelangen. Eine gelegentlich angezündete Kerze ist deshalb nicht automatisch eine Gesundheitsgefahr – entscheidend sind unter anderem die Anzahl der Kerzen, die Brenndauer, die Raumgröße und die Belüftung. Die Verbraucherzentrale NRW rät zu einem bewussten Umgang.
Besonders problematisch wird es, wenn die Flamme flackert oder stark rußt. Zugluft und ein zu langer Docht verschlechtern die Sauerstoffzufuhr und erhöhen die Schadstoffemissionen. Deshalb sollte der Docht vor dem Anzünden auf höchstens einen Zentimeter gekürzt werden. Bei größeren Kerzen empfiehlt es sich zudem, den Wachsrand auf etwa ein bis zwei Zentimeter zu begrenzen. Mehrere Kerzen sollten mit ausreichend Abstand stehen, damit sie sich nicht gegenseitig die Luftzufuhr nehmen.
Verbraucherzentrale rät von Duftkerzen ab
Von Duftkerzen rät die Verbraucherzentrale NRW vorsorglich ab. Duftstoffe können direkt verdampfen oder beim Brennen zusätzliche Schadstoffe bilden. Sie können bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen, Allergien, Husten oder Reizungen auslösen. Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass Duftkerzen die Raumluft stärker mit Feinstaub und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belasten können als duftfreie Kerzen. Auch Kerzen mit Glitter, Lack, Schnee oder pflanzlichen Dekorationen erzeugen beim Verbrennen zusätzliche Rückstände.
Auch die Wahl des Wachses spielt eine Rolle – allerdings ist die Wachsart auf Kerzen nicht verpflichtend angegeben. Paraffin wird aus Erdöl gewonnen und ist deshalb ökologisch problematisch. Stearin kann zwar länger und fester brennen, wird aber häufig aus Palmöl hergestellt, dessen Anbau mit der Zerstörung von Regenwald verbunden sein kann. Bienenwachs ist eine mögliche Alternative, doch bei Importware und langen Transportwegen fällt die Ökobilanz nicht immer günstig aus. Orientierung kann das RAL-Kerzengütezeichen geben, das unter anderem Anforderungen an Wachs, Docht und Brennverhalten stellt.
Mehr zu dem Thema:
Kerze vorm Erlischen ins Wachs tauchen
Nach dem Löschen sollte der Docht kurz in das flüssige Wachs getaucht werden, damit die Kerze nicht nachraucht. Anschließend lässt sich die Raumluft durch gründliches Lüften rasch verbessern. Kerzenreste gehören nicht zwangsläufig in den Müll: Sie können eingeschmolzen, zum Basteln verwendet oder an geeigneten Sammelstellen abgegeben werden. Aluminiumhülsen von Teelichtern sollten in die Wertstofftonne oder zum Wertstoffhof – noch umweltfreundlicher sind hülsenlose Teelichter mit wiederverwendbaren Glashaltern.
Verwendete Quellen:
Verbraucherzentrale: Kerzen: Schadstoffe vermeiden
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