Fünfte Jahreszeit

Karneval 2026: Weiberfasching startet - Närrinnen trotzen Wetterprognose

Aktualisiert:

von Michael Reimers

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Karneval: So wird das Wetter an den närrischen Tagen (11. Februar)

Videoclip • 58 Sek • Ab 12


Der Straßenkarneval startet bei schwierigen Wetterbedingungen. Doch das trübt die Stimmung der Karnevalist:innen nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nass, grau, trotzdem ausgelassen: Der Straßenkarneval beginnt mit Regen.

  • In Köln, Düsseldorf und Mainz übernehmen die Närrinnen das Kommando.

  • Begleitet wird der Auftakt von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.

In den Karnevalshochburgen beginnt am Donnerstag (12. Februar) um 11:11 Uhr wieder der Straßenkarneval. Mit Weiberfastnacht oder Altweiberdonnerstag übernehmen die Närrinnen symbolisch die Macht in den Rathäusern. In Düsseldorf werden die "Möhnen" den Bürgermeister gefangen nehmen, während sich in Mainz die Frauen rund um den Fastnachtsbrunnen versammeln.

Besonders in Köln werden Hunderttausende Feiernde erwartet. Um den Ansturm zu bewältigen, setzt das Ordnungsamt bis zu 400 Mitarbeiter:innen und rund 2.600 Sicherheitskräfte externer Dienstleister ein. Die Polizei verstärkt ihre Präsenz mit bis zu 1.500 zusätzlichen Beamt:innen.


Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes müssen sich die Karnevalist:innen auf einen regnerischen Start einstellen. Bis Freitag (13. Februar) ist mit wiederholten und teils länger anhaltenden Regenfällen zu rechnen. Zudem kann es windig werden – in Verbindung mit Schauern sind starke bis stürmische Böen möglich. Die Temperaturen bleiben mit Höchstwerten zwischen acht und elf Grad jedoch mild.

Sicherheitskonzept im Fokus

Die Sicherheitslage wird von der Polizei als "nach wie vor abstrakt hoch" eingestuft. Konkrete Hinweise auf geplante Angriffe auf Menschenansammlungen gibt es zwar nicht, aber die Behörden sind auf alle Szenarien vorbereitet. "Im Moment ist es so ruhig oder so unruhig wie die letzten Jahre auch", erklärte der Kölner Polizeidirektor Martin Lotz.

Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr auch der Brandsicherheit in Gaststätten. Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana, bei der 41 Menschen ums Leben kamen, wurden in Köln die Gastronom:innen noch einmal gezielt auf notwendige Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen.

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Tradition aus dem Mittelalter

Die Weiberfastnacht hat ihren Ursprung im Mittelalter. Die fest zementierten Geschlechterrollen der damaligen Gesellschaft gerieten an Karneval für einige Tage ins Wanken. Der Brauch, Männern die Krawatten abzuschneiden, ist dagegen noch nicht so alt – er kam erst nach 1945 auf und ist inzwischen rückläufig, wohl auch, weil weniger Krawatten getragen werden.

In anderen Städten wie Damme im Landkreis Vechta wurde der Karneval bereits am vergangenen Wochenende gefeiert. Dort trotzten tausende bunt verkleidete Menschen dem trüben und kalten Wetter und feierten einen langen Umzug mit fantasievoll gestalteten Wagen.

Die Düsseldorfer Karnevalist:innen haben ihr Motto für die Session 2026 bereits im Vorjahr festgelegt: "Mer bliewe bunt - ejal wat kütt!" (Wir bleiben bunt – egal was kommt!). Karnevalspräsident Lothar Hörning betonte, dass es sich um ein politisches Statement handele: "Wir, der Karneval, stehen für die Vielfalt, wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, bunt zu bleiben – egal, was auf uns zukommt."

Höhepunkt des Straßenkarnevals bleibt der Rosenmontag, an dem die großen Umzüge durch die Städte ziehen werden. Bis dahin heißt es: Helau und Alaaf – trotz Regenwetters und verschärfter Sicherheitsmaßnahmen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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