Er frisierte Prinzessin Diana, Madonna und Twiggy

Starfriseur John Frieda ist tot: Schöpfer des Purdey-Looks mit 75 gestorben

Veröffentlicht:

von Jacqueline Bittl

John Frieda bei der Gedenkfeier für Vidal Sassoon in der St. Paul’s Cathedral in London 2012. Er sei am Dienstag friedlich und im Kreis seiner Familie gestorben.

Bild: picture alliance / Photoshot


Er frisierte Prinzessin Diana und Madonna und erfand den Purdey-Schnitt für Joanna Lumley. Der britische Starfriseur und Haarpflege-Unternehmer John Frieda ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Das Wichtigste in Kürze

  • John Frieda ist verstorben, wie sein Salon am Dienstag (3. November) bekannt gab – er sei friedlich eingeschlafen

  • Frieda war vor allem für seine Arbeit mit prominenten Kunden bekannt, darunter Prinzessin Diana, Madonna und Twiggy, sowie insbesondere für die Kreation von Joanna Lumleys legendärem "Purdey"-Haarschnitt.

  • Er gründete 1988 gemeinsam mit anderen sein gleichnamiges Haarpflegeunternehmen und brachte dabei die Produktlinie "Frizz-Ease" auf den Markt.

Die Haarwelt trauert um eine ihrer prägendsten Figuren: John Frieda, britischer Starfriseur und Gründer einer der bekanntesten Haarpflegemarken der Welt, ist tot. Wie das US-Magazin "People" berichtet, wurde sein Tod am Dienstag (3. November) über den offiziellen Instagram-Account seines Salons "johnfriedasalon" bekanntgegeben. Frieda wurde 75 Jahre alt. Zu den Umständen seines Todes wurden keine Angaben gemacht.

Sein Team gab seinen Tod auf Instagram bekannt

In dem Instagram-Post schreibt sein Team, Frieda sei friedlich und im Kreis seiner Familie gestorben. Er sei weit mehr als ein Mentor gewesen. Er habe ihnen alles beigebracht, an sie geglaubt und sie besser gemacht. Frieda bezeichnen sie als "a true icon of the hair industry" (deutsch: eine echte Ikone der Haarbranche). Sein Vermächtnis lebe in jedem Einzelnen von ihnen weiter, heißt es weiter. Auch seine Stieftochter Asia Agnelli Lagrange habe den Tod laut "People" öffentlich gemacht. Sie schrieb sinngemäß auf Instagram, man habe "den besten Mann, den es je gab" verloren.

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John Frieda – Vom Familiensalon zum Weltstar

Geboren wurde Frieda dem Bericht zufolge als Alan Howard Frieda am 9. Juli 1951 in Kenton, Middlesex. Das Handwerk lag in der Familie: Sein Vater habe einen Salon in Ealing geführt, sein Großvater sei Barbier in der Londoner Fleet Street gewesen. Eigentlich habe er nie Friseur werden wollen, soll Frieda laut "People" 1999 der Zeitung "The Independent" erzählt haben. Dann arbeitete er im Betrieb seines Vaters, wechselte auf dessen Rat in einen größeren Salon und wurde Assistent des Starfriseurs Lewis Leonard. Dort legte er seinen ersten Vornamen ab. Weil schon ein Alan im Salon arbeitete, nannte er sich fortan John, wie sein Vater. Über Leonard kam er laut "The Times" zu Aufträgen für die Modemagazine "British Vogue" und "Harper’s Bazaar" und zu prominenter Kundschaft, darunter Twiggy, Jackie Onassis und Mick Jagger.

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Der Purdey-Schnitt machte ihn berühmt mit Frizz-Ease begründete er sein Imperium

1976 entstand Friedas wohl bekanntester Look. Für ihre Rolle in der Serie "The New Avengers" wünschte sich Schauspielerin Joanna Lumley einen Haarschnitt wie bei einem Schuljungen. Frieda schuf daraufhin den Pagenkopf im Bowl-Stil, der als "Purdey-Cut" in die Frisurengeschichte einging. Im selben Jahr eröffnete er mit 25 Jahren und neun Jahren Berufserfahrung seinen eigenen Salon. Er habe sich schnell gelangweilt und eine neue Herausforderung gebraucht, soll er 1999 gesagt haben. Ebenfalls 1976 heiratete er die Sängerin Lulu. Unter den Gästen sollen Ringo Starr, Elton John und Tom Jones gewesen sein.

In den 1980er-Jahren entwickelte Frieda gemeinsam mit der US-Haarpflege-Managerin Gail Federici eine eigene Produktlinie. 1988 kam "Frizz-Ease" auf den Markt, 1990 folgte der Start in den USA. 1998 brachten die beiden die Linie "Sheer Blonde" heraus. Später verkaufte Frieda sein Pflegegeschäft für 450 Millionen Dollar an den japanischen Konzern Kao. Seine fünf Salons, zwei in London, zwei in New York und einen in Los Angeles, behielt er. Dort ließen sich laut "People" Stars wie Scarlett Johansson, Gwyneth Paltrow, Naomi Watts, Nicole Kidman und Prinzessin Diana die Haare machen. Auch Madonna zählte zu seiner Kundschaft.

John Frieda privat: Patchwork-Familie und späte Hochzeit

Mit Lulu hat Frieda einen Sohn, Jordan. Das Paar trennte sich, blieb laut "The Times", berichtet von "People", aber freundschaftlich verbunden. Er habe nie aufgehört, sie zu lieben, habe Frieda dort gesagt. 2002 lernte er Frances Avery Agnelli kennen, die Witwe des Fiat-Erben Giovanni Alberto Agnelli. 2019 heiratete das Paar. Gemeinsam haben sie die Kinder Leyla Luna (21) und Jackson (19). Frieda war zudem Stiefvater von Agnellis Tochter Azzi. Er hinterlässt laut "People" seine Frau, vier Kinder und zwei Enkelkinder, Isabella und Edward.


Verwendete Quellen:

People: "John Frieda, Celebrity Hair Stylist and Hair Care Business Entrepreneur, Dies at 75"

Instagram-Account: "johnfriedasalon"

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