Unbezahlte Hotelrechnung

Jimi Blue Ochsenknecht entgeht Haftstrafe – Prozess endet mit Geldbuße

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von dpa

Jimi Blue Ochsenknecht vor Gericht in Innsbruck.

Bild: Expa/Johann Groder/APA/dpa


Der Prozess gegen Jimi Blue Ochsenknecht um eine offene Hotelrechnung ist beendet. Das Landgericht Innsbruck verhängte eine Geldbuße von 18.000 Euro. Dank eines speziellen Verfahrens bleibt der Schauspieler ohne Urteil im Strafregister.

Jimi Blue Ochsenknecht musste sich wegen mutmaßlichen schweren Betrugs am Landgericht Innsbruck verantworten. Dem Schauspieler und Reality-TV-Darsteller wurde wegen einer jahrelang nicht bezahlten Hotelrechnung in Österreich der Prozess gemacht. Dafür wollte er nach eigenen Angaben geradestehen.

Ochsenknecht hatte am Freitagvormittag (22. August) den Gerichtssaal vor den Augen zahlreicher weiblicher Fans betreten. Das Medieninteresse war groß.


Die Vorgeschichte

Der heute 33-Jährige hatte Ende 2021 mehrere Tage in einem Tiroler Hotel verbracht. Dort feierte er nach Angaben des Hotelbetreibers seinen Geburtstag. Für Übernachtungen, Essen im Restaurant und Transportleistungen stellte der Vier-Sterne-Betrieb in Kirchberg nahe der bayerischen Grenze knapp 14.000 in Rechnung.

Ochsenknecht habe den Betrag jahrelang nicht beglichen - auch nachdem er von einem Zivilgericht zur Zahlung verurteilt worden war, heißt es von der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Die wurde Ende 2024 vom Hotelier eingeschaltet und stellte schließlich einen Europäischen Haftbefehl aus.

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Verhaftung und Gefängnis-Odyssee

Der Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht und dessen früherer Ehefrau Natascha wurde Ende Juni am Flughafen Hamburg festgenommen. Kurz danach wurde die Hotelrechnung beglichen - finanziert von Ochsenknechts Ex-Freundin und Mutter seiner Tochter.

Anfang Juli wurde Jimi Blue Ochsenknecht nach Österreich ausgeliefert. Der Transport führte über mehrere deutsche Gefängnisse. In Innsbruck wurde Ochsenknecht schließlich gegen Kaution freigelassen.

Die Anklage

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Fall von schwerem Betrug, der mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Ochsenknecht habe Leistungen in Anspruch genommen, obwohl er sie nicht bezahlen konnte oder wollte, heißt es von der Justizbehörde.

Die Überweisung des offenen Betrags ändere nichts am Verdacht, könne aber im Falle einer Verurteilung mildernd gewertet werden.

Das Urteil

Schließlich fällt die Entscheidung: Das Landgericht Innsbruck verhängte gegen den 33-Jährigen eine Geldbuße in Höhe von 18.000 Euro und beendete damit das Verfahren wegen mutmaßlichen Betrugs.

Was Ochsenknecht zu der Causa sagt

"Ich muss für mein Fehlverhalten geradestehen und trage dafür die Verantwortung und die Konsequenzen", schrieb der einstige Kinderstar ("Die Wilden Kerle") in einer Instagram-Story. Er hätte es niemals so weit kommen lassen, wenn er gewusst hätte, "wie weit es schon ist", meinte er mit Blick auf die Hotelrechnung. Der Schauspieler habe sich bei dem Chef des betroffenen Tiroler Hotels entschuldigt, sagte er. Danach entschuldigte er sich im Gerichtssaal bei der Öffentlichkeit.

TV-Präsenz trotz des Strafverfahrens

Jimi Blue Ochsenknecht blieb trotz seiner Justizprobleme im Fernsehen präsent. Zuletzt war er in der SAT.1-Realityshow "Villa der Versuchung" zu sehen. Sie wurde vor seiner Verhaftung gedreht. Ziel der Kandidat:innen war es, möglichst auf Luxus zu verzichten.


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