Raumfahrt
Mission vorzeitig abgebrochen: ISS-Crew zurück auf der Erde
Veröffentlicht:
von Jacqueline Bittl:newstime
ISS-Mission wird vorzeitig abgebrochen
Videoclip • 35 Sek • Ab 12
Wegen gesundheitlicher Probleme musste die NASA eine Crew erstmals vorzeitig zur Erde zurückholen, um ein Besatzungsmitglied besser versorgen zu können. Details zu Erkrankung und Identität sind nicht bekannt.
Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS hat die US-Raumfahrtbehörde NASA eine vierköpfige Astronautencrew aufgrund medizinischer Probleme vorzeitig zur Erde zurückgebracht.
Die Rückkehr erfolgte mit einer "Crew Dragon"-Kapsel des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Unternehmer Elon Musk. In den frühen Morgenstunden des Donnerstags (15. Januar gegen 9:42 Uhr deutscher Zeit) landete das Raumfahrzeug vor der Küste des US-Bundesstaates Kalifornien, wie Live-Aufnahmen der NASA zeigten.
Zur Besatzung gehörten die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, der japanische Astronaut Kimiya Yui sowie der russische Kosmonaut Oleg Platonow. Seit Anfang August hielten sie sich an Bord der ISS auf und hätten dort planmäßig noch mehrere Wochen verbringen sollen.
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Rückkehr und medizinische Abklärung nach der Landung
Weniger als eine Stunde nach dem sogenannten Splashdown verließen die vier Raumfahrer nacheinander und mit Unterstützung die Kapsel. Auf einem Bergungsschiff wurden sie von SpaceX-Mitarbeitern unter Jubel und Applaus empfangen, wie in der Live-Übertragung der NASA zu sehen war. Vor dem Weitertransport zum Festland stand zunächst eine routinemäßige medizinische Untersuchung an, da jeder Aufenthalt im All eine erhebliche körperliche Belastung darstellt.
In der Woche zuvor hatte die NASA zunächst einen Außeneinsatz an der ISS wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds kurzfristig abgesagt. Kurz darauf wurde bekannt gegeben, dass die gesamte vierköpfige Besatzung vorzeitig zur Erde zurückkehren werde.
Zur Identität des betroffenen Crew-Mitglieds sowie zu konkreten medizinischen Details äußerte sich die NASA aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Das Mitglied der "Crew 11" befinde sich in stabilem Zustand, hieß es. Ziel sei es jedoch, aus Vorsicht die umfassenderen medizinischen Versorgungsmöglichkeiten auf der Erde zu nutzen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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