Frankfurt am Main

Hessen plant Drug-Checking für Drogenkonsumräume

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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2.150 Menschen gestorben: Warum werden Drogentote immer jünger?

Videoclip • 03:31 Min • Ab 12


Hessen macht Ernst mit dem Drug-Checking im Frankfurter Bahnhofsviertel: Mitgebrachte Drogen sollen künftig in bestehenden Konsumräumen auf ihre Inhaltsstoffe geprüft werden können.

Die hessische Landesregierung treibt ihren Plan für ein Drug-Checking-Angebot im Frankfurter Bahnhofsviertel voran. Künftig sollen mitgebrachte Drogen in den bereits bestehenden Drogenkonsumräumen auf ihre Inhaltsstoffe untersucht werden können – gekoppelt an eine persönliche Beratung. Damit setzt die Landesregierung einen weiteren Baustein ihres Sieben-Punkte-Plans für das Viertel um.

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"Sicheren Drogenkonsum gibt es nicht. Aber wir können Gefahren erkennen, Menschen erreichen und Hilfe anbieten", sagte Gesundheitsministerin Diana Stolz. Wer illegale Drogen konsumiere, gehe erhebliche gesundheitliche Risiken ein – besonders dann, wenn unklar sei, was tatsächlich in einer Substanz stecke. Über das Drug-Checking könnten Suchtkranke erreicht, vor besonderen Gefahren gewarnt und gleichzeitig beraten werden.

Konkret sollen mitgebrachte Substanzen künftig auf ihre Zusammensetzung geprüft werden. So lassen sich etwa gefährlich hohe Wirkstoffkonzentrationen oder unerwartete Beimengungen aufdecken. Die Analyse soll dazu dienen, konkret über gesundheitliche Risiken aufzuklären. Wer das Angebot nutzt, soll deshalb automatisch auch Zugang zu Beratung erhalten; bei Bedarf sollen weitere Hilfsangebote vermittelt werden.

Das Drug-Checking ist Teil des Sieben-Punkte-Plans, mit dem die Landesregierung seit 2025 gegen Kriminalität und die offene Drogenszene im Frankfurter Bahnhofsviertel vorgeht. Neben schärferen Kontrollen und mehr Videoüberwachung auch mit zusätzlichen Hilfsangeboten für Suchtkranke.


Verwendete Quellen:

Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration

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