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Hantavirus-Ausbruch: Deutsche Passagiere der "Hondius" auf dem Weg in die Heimat
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Passagiere von Virus-Schiff auf Heimweg
Videoclip • 03:04 Min • Ab 12
Die Evakuierung der Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" läuft auf Hochtouren. Dort war zuletzt das Hantavirus ausgebrochen. Nun sollen auch die deutschen Passagiere ausgeflogen werden.
Das Wichtigste in Kürze
Auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist das Hantavirus ausgebrochen.
Das Schiff befindet sich aktuell in Teneriffa.
Eine niederländisches Flugzeug bringt unter anderem auch deutsche Passagiere zurück in die Heimat.
Vier deutsche Passagier:innen des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind auf dem Weg zurück in die Heimat. Eine niederländische Maschine hob von der Kanaren-Insel Teneriffa mit insgesamt 26 Passagier:innen und Crewmitgliedern der "Hondius" ab. Neben Niederländern und Deutschen befinden sich auch Belgier und Griechen an Bord, alle ohne Symptome, wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte.
Zuvor waren im Rahmen der Evakuierungsaktion auf der spanischen Urlaubsinsel drei Flugzeuge jeweils mit Spanier:innen, Franzos:innen und Kanadier:innen gestartet. Weitere Maschinen aus Großbritannien, Irland, der Türkei und den USA sollen bis zum Abend folgen. Am Montag sollen eine weitere Maschine aus den Niederlanden sowie ein Flugzeug aus Australien zum Einsatz kommen.
Die Deutschen sollen zunächst nach Frankfurt gebracht werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Für den Transport wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert. Sie sollen die vier Passagier:innen am Militärflughafen im niederländischen Eindhoven abholen. Noch in der Nacht geht es in einem sogenannten Sonderisoliertransport nach Frankfurt und anschließend zur Quarantäne in die jeweiligen Bundesländer. Über die Maßnahmen entscheiden die zuständigen Gesundheitsämter.
Evakuierung unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen
Vor Beginn der Ausschiffung hatten Ärzt:innen eine epidemiologische Untersuchung an Bord durchgeführt. Dabei wurden bei keinem der 140 bis 150 Passagier:innen und Crewmitglieder Symptome festgestellt. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurden die Menschen von der im Hafen von Granadilla vor Anker liegenden "Hondius" zunächst in kleinen Gruppen an Land gebracht und anschließend mit Bussen zum nahe gelegenen Flughafen Tenerife Sur gefahren.
Nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei dieser acht Personen starben: ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine deutsche Frau. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien angesteckt haben könnte.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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