Über 200 Einsatzkräfte

Großeinsatz in Euskirchen: Polizei durchsucht JVA wegen Verdachts auf Bestechung

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland (20. März)

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


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Großeinsatz in Euskirchen: Mit Verdacht auf Bestechlichkeit von Justizbeamt:innen durchsuchen über 200 Einsatzkräfte Wohnungen und die Justizvollzugsanstalt. Was es damit auf sich hat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Acht Justizvollzugsbeamt:innen wird Bestechlichkeit vorgeworfen – etwa in Form von Hafterleichterung gegen Geld.

  • Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften durchsuchte die Polizei Bereiche des JVA-Gebäudes, Teile des Amtsgerichts sowie Wohnungen.

  • Mobiltelefone, Dokumente und weitere Beweismittel sollen sichergestellt und die Verdachtspersonen zur Vernehmung nach Bonn gebracht werden.

Verdacht auf Bestechlichkeit und Hafterleichterungen gegen Geld: Etwa 210 Beamt:innen durchsuchten am Mittwochmorgen (6. Mai) Teile der Justizvollzugsanstalt (JVA) Euskirchen, ein Büro des Amtsgerichts sowie Wohnungen in der rheinländischen Gemeinde bei Bonn.

Angaben der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Bonn zufolge werde gegen acht Justizvollzugsbeamt:innen zwischen 37 und 58 Jahren ermittelt sowie gegen drei ehemalige Inhaftierte der JVA.

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Hafterleichterung gegen Geld

Die Verdächtigen sollen als Gegenleistung für das Gewähren von Haftlockerungen Zahlungen und Ähnliches angenommen haben. Im Gegenzug sollen die Gefangenen etwa Ausgang und Hafturlaube oder Informationen über anstehende Kontrollen erhalten haben.

Nach mehrmonatigen Ermittlungen der Ermittlungsgruppe "Anstalt" der Bonner Polizei wurden auf richterlichen Beschluss acht Wohnungen in den Kreisen Euskirchen, Ahrweiler, dem Rhein-Erft-Kreis und in Leverkusen sowie Bereiche der JVA Euskirchen durchsucht.

Bei den Durchsuchungen sollte die Polizei Mobiltelefone, Dokumente und weitere Beweismittel sicherstellen. Für weitere Vernehmungen ist zudem angedacht, die Beschuldigten zum Polizeipräsidium Bonn zu bringen.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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