Influenza-Viren
Grippe bei Kindern: Das müssen Eltern beachten
Veröffentlicht:
von Jacqueline Bittl:newstime
"Super-Grippe": Influenza-Variante wütet - erste Tote (13. Januar)
Videoclip • 01:18 Min • Ab 12
Die echte Grippe bei Kindern tritt oft plötzlich auf und macht sie schlapp, fiebrig und appetitlos. Darauf müssen Eltern jetzt achten.
Das Wichtigste in Kürze
Kinder mit echter Grippe zeigen plötzlich hohes Fieber, Abgeschlagenheit und Muskel- oder Kopfschmerzen.
Bettruhe, ausreichendes Trinken und gegebenenfalls fiebersenkende Mittel helfen, die Erkrankung zu überstehen.
Grippeviren sind sehr ansteckend, eine Impfung schützt besonders Kinder mit Vorerkrankungen und die ganze Familie.
Das Kind hat plötzlich hohes Fieber, ist müde, schlapp und zeigt keinen Appetit: Im Gegensatz zu einer meist harmlos verlaufenden Erkältung ist die echte Grippe, ausgelöst durch Influenza-Viren, eine ernsthafte Erkrankung. Vor allem die sogenannte "Subklade K" sorgt seit November für eine ungewöhnlich frühe und intensive Grippe-Saison. Eltern sind schnell besorgt, wenn ihr Kind so krank ist. Wichtig ist jetzt, richtig zu reagieren.
Typische Anzeichen einer Grippe bei Kindern
Die echte Grippe beginnt häufig abrupt. Eltern können auf folgende typische Symptome achten:
Hohes Fieber (über 38,5 Grad Celsius)
Abgeschlagenheit
Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen
Trockener Reizhusten
Starke Müdigkeit
Gelegentlich Übelkeit und Erbrechen
Zeigt das Kind während einer Grippewelle grippeähnliche Symptome, empfiehlt das Portal "Kindergesundheit-info.de" des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), Kontakt mit der Kinderarztpraxis aufzunehmen.
Für eine sichere Diagnose sind Laboruntersuchungen erforderlich, bei denen etwa ein Nasen- oder Rachenabstrich genommen wird.
Eltern können zur ersten Einschätzung auch Kombi-Selbsttests aus der Apotheke oder Drogerie verwenden, sofern das Kind die Anwendung zulässt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) erkennen Antigentests jedoch nicht alle Influenza-Erkrankungen zuverlässig.
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Unterstützung des Kindes zu Hause
Bei ansonsten gesunden Kindern reicht bei einer Influenza meist einige Tage Bettruhe aus, um sich zu erholen, so "Kinder- & Jugendärzte im Netz". Eltern können bei Bedarf fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel geben, idealerweise nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis. Wichtig ist außerdem, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Antibiotika sind bei einer Grippe wirkungslos, da die Erkrankung viral verursacht ist. Kommt es jedoch zu bakteriellen Folgeinfektionen wie einer Lungenentzündung, müssen diese in der Regel mit Antibiotika behandelt werden.
Maßnahmen zum Schutz der Familie
Grippeviren sind hoch ansteckend. Den besten Schutz gegen Influenza bietet eine Impfung. Sind Eltern geimpft, kann sich das häusliche Umfeld entspannter gestalten.
Während der Erkrankung sollten Familien dennoch Hygieneregeln beachten, um eine Ansteckung weiterer Mitglieder zu verhindern:
Regelmäßig Hände waschen
In die Ellenbeuge oder in Einwegtaschentücher niesen und husten
Benutzte Taschentücher sofort entsorgen
Regelmäßig lüften
Optional medizinische Masken tragen
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte weist darauf hin, dass schwere Krankheitsverläufe vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen mit geschwächtem Immunsystem betreffen. Eltern sollten deshalb verhindern, dass ihr Kind während der Krankheit Kontakt zu den Großeltern hat.
Empfehlungen zur Grippeimpfung für Kinder
Laut BIÖG empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die jährliche Grippeimpfung für alle Kinder ab sechs Monaten, die aufgrund einer Vorerkrankung ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.
Dazu zählen unter anderem chronische Erkrankungen der Atemwege, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten sowie Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen.
Eltern sollten mit der behandelnden Kinderärztin oder dem Kinderarzt klären, ob ihr Kind zu einer Risikogruppe gehört oder aus anderen Gründen geimpft werden sollte. Expert:innen empfehlen die Impfung auch dann, wenn die Grippewelle bereits begonnen hat.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Kindergesundheit-info.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
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