Einsatzkräfte vor Ort
Gewalttat an Schule in Gosen-Neu Zittau: Zwei Menschen sterben in Brandenburg
Aktualisiert:
von Anne Funk:newstime
Bluttat an Schule: Das ist bislang bekannt
Videoclip • 02:27 Min • Ab 12
Im Berliner Speckgürtel ist es gegen Mittag zu einer Gewalttat an einer Schule gekommen. Es gibt zwei Todesopfer.
Das Wichtigste in Kürze
Ein tödlicher Angriff an einer Schule erschüttert Brandenburg.
Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.
Nach der Gewalttat nahmen die Einsatzkräfte den Verdächtigen vorläufig fest.
An einer Schule im brandenburgischen Gosen-Neu Zittau (Landkreis Oder-Spree) ist es am Donnerstag (27. August) zu einer Gewalttat gekommen, bei der zwei Menschen getötet wurden. Nach Informationen der "Märkischen Onlinezeitung" handelte es sich bei der Attacke um einen Messerangriff. Die Tat ereignete sich auf dem Campus der Docemus-Privatschule in der Nähe der Berliner Landesgrenze. Ein Mann wurde nach Polizeiangaben festgenommen.
Eines der Opfer soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Ex-Freundin des mutmaßlichen Täters gewesen sein, bei dem Mann soll es sich um den Hausmeister der Schule handeln. Er sei ums Leben gekommen, als er den Täter an der Tat hindern wollte, hieß es weiter. Beide Opfer starben laut Polizei trotz sofortiger medizinischer Versorgung noch vor Ort an ihren Verletzungen. Der RBB schrieb, dass das weibliche Opfer eine 18 Jahre alte Schülerin sei. Dies bestätigte die Polizei bisher nicht.
Auch in den News:
Medienberichten zufolge wurden zwei Rettungshubschrauber gerufen. Aktuell sind Kräfte von Polizei, Feuerwehr sowie dem Rettungsdienst im Einsatz. "Bild"-Informationen zufolge gehen die Ermittler:innen davon aus, dass keine Gefahr mehr für Schüler:innen und Lehrkräfte besteht.
Landtagspräsidentin spricht von "feigem Femizid"
Die Polizei war zunächst vorsichtig und sparsam mit konkreten Auskünften und Details zum Alter der Getöteten, Tatwaffe und Motiv. Viele Fragen blieben kurz nach der Tat noch unbeantwortet. In einem Schreiben rief die Polizei auf, sich bei Hinweisen zum Geschehen zu melden.
Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke bezeichnete die Tat als "feigen Femizid, der in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf". Wenn Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden - also weil sie Frauen sind - spricht man von einem Femizid, als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner.
Woidke: "Diese Tat erschüttert unser gesamtes Land"
In Neu Zittau zeigte der Schulträger am Abend auf seiner Instagramseite seine Trauer mit dem Bild einer brennenden Kerze im Dunkeln. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach den Angehörigen und Freunden der Opfer sein Mitgefühl aus. "Bei einem furchtbaren Angriff sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Diese Tat erschüttert unser gesamtes Land."
Auch Berlins Schulsenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) äußerte sich schockiert: "Eine Schule ist für Kinder und Jugendliche ein Ort des Lernens, der Gemeinschaft und des Vertrauens - ein Ort, an dem sie sich sicher und geborgen fühlen sollen. Dass dieser Ort zum Schauplatz einer Gewalttat geworden ist, bestürzt mich sehr."
Der Brandenburger Landeselternrat erwartet, dass nun Maßnahmen geprüft werden, um für Sicherheit an den Schulen zu sorgen. "Eltern müssen ihre Kinder morgens in die Schule schicken können, ohne Angst und ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen."
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
RND: "Zwei Tote nach Gewalttat an Schule in Oder-Spree – Tatverdächtiger festgenommen"
Bild: "Ex-Freund (19) soll Schülerin (18) getötet haben"
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