Letzte Saison
Franziska Preuß nimmt Abschied: Star-Biathletin kündigt Karriereende an
Aktualisiert:
von Michael ReimersFranziska Preuß hört nach der Saison auf. (Archivbild)
Bild: Terje Pedersen/NTB/dpa
Die Ausnahmeathletin Franziska Preuß beendet bald ihre erfolgreiche Biathlon-Karriere. Mit Olympia setzt sich die Gesamtweltcupsiegerin und Weltmeisterin ein letztes großes Ziel.
Das Wichtigste in Kürze
Franziska Preuß beendet nach dieser Saison ihre große Biathlon-Karriere.
Die 31-Jährige blickt auf Titel, Rückschläge und ihren größten sportlichen Winter zurück.
Mit Olympia will Deutschlands Biathletin des Jahres noch einmal alles geben, bevor sie Abschied nimmt.
Die Star-Sportlerin Franziska Preuß hat das Ende ihrer herausragenden Biathlon-Karriere angekündigt. Die 31-jährige Sportlerin des Jahres macht ihre Entscheidung fast beiläufig in einer virtuellen Interviewrunde öffentlich. "Nach der Saison wird Schluss sein bei mir", sagte sie.
Die Verfolgungsweltmeisterin erklärte, dass sich ihre Entscheidung in den letzten Wochen entwickelt habe und sie nun damit "fein sei". Die Olympischen Winterspiele in Italien, die in einer Woche beginnen, werden somit der letzte große Höhepunkt ihrer Karriere. Ob sie danach noch die verbleibenden drei Weltcups in Kontiolahti, Otepää und Oslo bestreitet, ließ sie offen.
Eine Karriere voller Höhen und Tiefen
Preuß' Karriereweg ist geprägt von spektakulären Erfolgen und zahlreichen gesundheitlichen Rückschlägen. Die beste Saison ihrer Karriere erlebte die Bayerin erst im vergangenen Winter, als sie nicht nur erstmals den Gesamtweltcup gewann, sondern sich auch zur Verfolgungsweltmeisterin krönte. Bei der WM 2025 in Lenzerheide sicherte sie sich insgesamt vier Medaillen.
Bemerkenswert ist die Spanne ihrer Erfolge: Bereits zehn Jahre vor ihrem Verfolgungstitel hatte sie 2015 im finnischen Kontiolahti mit der Staffel ihren ersten WM-Titel gefeiert und im Massenstart sensationell Silber geholt.
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Gesundheitliche Probleme als ständiger Begleiter
Die Geschichte der elfmaligen WM-Medaillengewinnerin ist auch die einer Kämpferin gegen den eigenen Körper. Immer wieder musste Preuß Saison-Höhepunkte teilweise oder ganz ausfallen lassen, weil sie krank war. Auch in diesem Winter hatte sie nach einer Corona- und Grippeinfektion Rennen verpasst.
"Ich tue mich nicht mehr so leicht, in diesen Flow zu kommen. Es ist gerade definitiv nicht die leichteste Phase", erklärte Preuß zu ihrer aktuellen Situation. Trotz der Schwierigkeiten gibt sie nicht auf: "Ich werde jeden Tag das Beste geben, was geht. Das steht außer Frage."
Olympia als letztes großes Ziel
Die vierfache Olympiateilnehmerin will in Antholz noch einmal alles geben, weiß aber um die Herausforderung: "Es ist wahnsinnig schwer. Man braucht wahnsinnig viel Glück." Selbst eine Topleistung garantiert heute keinen Podestplatz mehr.
"Die Gelassenheit ist nicht ganz so da, wie ich das gerne hätte", gab Preuß zu. In Ruhpolding wurde sie trotz eines "perfekten Rennens" nur Fünfte im Sprint. "Also es geht ganz schnell, dass man neben dem Treppchen steht."
Die Zukunft des deutschen Biathlon
Mit Preuß verliert das deutsche Team seine erfahrenste Athletin. Seit 2013 im Weltcup aktiv, schaut sie aber optimistisch auf die Zukunft des deutschen Frauenbiathlon: "Es geht immer weiter. Ich bin ja nicht die Erste, die aufhört. Es gibt junge Mädels, die haben wahnsinnig viel Potenzial. Da braucht man sich jetzt keine Sorgen machen."
Dennoch: Aktuell ist trotz vielversprechender Talente wie Selina Grotian (21) oder Julia Tannheimer (20) außer ihr niemand in der Lage, konstant an der Weltspitze mitzulaufen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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