Sturm über Urlaubsregion
Fähre sinkt: Unwetter fegen über kroatische Urlaubsregion Istrien
Aktualisiert:
von Michael ReimersDie Urlaubsregion Istrien in Kroatien erlebt heftige Unwetter.
Bild: IMAGO/Steffen Schellhorn
Ein schweres Unwetter trifft die Küste Kroatiens – mit dramatischen Folgen: In Rovinj wüten Sturmböen mit 110 km/h, die sogar eine Fähre vor Zadar sinken lassen.
Sommer, Sonne, Strand? Nicht in Kroatien. Statt Urlaubsfeeling gab es Sturmwarnungen: Heftige Gewitter und Rekordwindgeschwindigkeiten trafen die Westküste Istriens mit voller Wucht. Während Orte wie Rovinj unter Wasser stehen, kam es vor Zadar zu einem dramatischen Unglück – eine Passagierfähre sank im Sturm.
Kroatische Fähre sinkt im Sturm
Am späten Montagabend (17. Juni) gegen 22 Uhr kam es vor der Küste Zadars zu einer kritischen Notsituation: Die Fähre "Melita", die auf der Linie Sali–Zadar unterwegs war, geriet in Seenot. Grund war ein plötzlicher Wassereinbruch. Die Besatzung konnte zwar sofort Alarm schlagen, doch binnen kurzer Zeit begann das Schiff zu sinken. Einheiten der Küstenwache waren rasch zur Stelle.
Alle 38 Passagiere und fünf Crewmitglieder konnten noch rechtzeitig gerettet werden. Verletzte gab es dabei keine.
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Die genauen Ursachen des Wassereinbruchs sind noch unklar. Untersuchungen zur Sicherheit des Schiffs und den Wetterbedingungen zur Unfallzeit laufen. Medienberichten zufolge wurde die "Melita" von extremen Wellen und Seitenwind getroffen, was den Wassereinbruch möglicherweise begünstigte, hieß es.
Rekordwindgeschwindigkeiten und Unwetter treffen Urlaubsinsel Istrien
Nicht nur Zadar war betroffen: Bereits am Montagnachmittag zog eine gewaltige Unwetterfront über die Westküste Istriens. Besonders hart traf es die Region um Rovinj. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h wurden Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt. Campingplätze standen unter Wasser, Autos wurden von herabfallenden Ästen beschädigt.
Sieben Menschen wurden verletzt, vor allem durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Teile.
Viele Reisende saßen in Unterkünften fest, Fähren und Ausflüge wurden abgesagt. Die Situation entspannte sich erst in den frühen Morgenstunden. Auch südlichere Regionen wie Zadar und Šibenik meldeten starke Schäden durch das Unwetter.
Verwendete Quellen:
PLUS24: "Fähre gesunken: Unwetter verwüsten Urlaubsorte in Kroatien"
Kurier: "Heftige Unwetter in Kroatien: Fähre vor Zadar gesunken, mehrere Verletzte"
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