Sprengvorrichtung entdeckt

Umspannwerk bei Jänschwalde: Energieunternehmen vermutet Anschlag

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


An einem Umspannwerk in Brandenburg wurde eine Sprengvorrichtung gefunden. Das Energieunternehmen Leag geht von einem Anschlag aus. Laut einem Medienbericht wurde es mit Raketen beschossen.

Das Wichtigste in Kürze

  • An einem Brandenburger Umspannwerk wurde eine Sprengvorrichtung entdeckt – das Energieunternehmen Leag geht von einem Anschlag aus.

  • Einem Medienbericht zufolge wurde das Umspannwerk in Turnow-Preilack, welches den Strom aus dem Kraftwerk Jänschwalde verteilt, mehrfach von Raketen getroffen.

  • Die Stromversorgung ist nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers nicht beeinträchtigt.

Am Umspannwerk in Turnow-Preilack in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde wurden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) Sprengvorrichtungen gefunden. Das Energieunternehmen Leag geht von einem Anschlag aus. Demnach sei am Dienstagmorgen (1. September) ein Anschlag auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack verübt worden, "über welches der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugte Strom in das Übertragungsnetz von 50 Hertz eingespeist wird", so ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). "In der Folge kam es zu einem technischen Ausfall von Block B im Kraftwerk."

Nun werde ein Zusammenhang geprüft. Das Unternehmen stimme sich mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz ab. Parallel werde an einer Wiederinbetriebnahme von Block B gearbeitet.

In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße, nicht weit von der sächsischen Landesgrenze entfernt, wird der Strom regional wie überregional verteilt. Erzeugt wird er im Kraftwerk Jänschwalde.

Auch in den News:

Polizei: Keine Gefahr mehr

Polizei-Angaben zufolge wurde am Dienstag (1. September) gegen 8 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt. Gegenüber der dpa erklärte eine Sprecherin, es würden Spuren gesichert. "Entschärfer sind für Ort", sagte sie zudem.

Laut Polizei bestehe keine Gefahr. Auf die Bevölkerung gebe es keine Auswirkungen. Für die Ermittlungen ist das Landeskriminalamt Brandenburg zuständig.

Medienbericht: Umspannwerk mehrfach getroffen

Informationen der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" (MAZ) zufolge soll das Umspannwerk wohl mehrfach von Raketen getroffen worden sein. Die MAZ habe aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen erfahren, dass vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und entschärft wurden.

"Bitten die Bevölkerung im gesamten Netzgebiet um besondere Aufmerksamkeit"

Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz spricht von einer "kurzzeitigen Leitungsunterbrechung". Mittlerweile seien "alle Leitungen wieder in Betrieb", teilte das Unternehmen mit. Bezüglich der allgemeinen Stromversorgung gebe es keine Beeinträchtigungen.

"Wir bitten die Bevölkerung im gesamten Netzgebiet um besondere Aufmerksamkeit", hieß es in der Mitteilung von 50Hertz. "Melden Sie verdächtige Personen und Vorkommnisse der Polizei."


Verwendete Quellen:

MAZ: "Beschuss mit Raketen: Versuchter Anschlag auf Umspannwerk bei Jänschwalde"

Nachrichtenagentur dpa

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