Nach wochenlanger Suche
Entflohener Psychiatrie-Patient in Frankreich aufgegriffen
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Einer der beiden verurteilten Straftäter, die Anfang Mai aus dem Zentrum für Psychiatrie in Emmendingen geflohen waren, ist nun gefasst worden. Der Mann wurde im Ausland festgenommen.
Das Wichtigste in Kürze
Die wochenlange Suche nach einem verurteilten Straftäter, der aus einer Psachiatrie in Deutschland geflohen war, ist beendet.
Die Polizei nahm den 26-Jährigen in Frankreich fest.
Von dem anderen geflohenen Straftäter fehlt weiterhin jede Spur.
Einer der vor rund drei Wochen aus der Psychiatrie in Emmendingen entflohenen Straftäter ist in Frankreich festgenommen worden. Der 26-Jährige wurde am Samstagabend (23. Mai) im Großraum Paris aufgegriffen, wie die Polizei mitteilte. Wegen des Europäischen Haftbefehls, der aufgrund seiner Flucht erlassen wurde, befinde er sich derzeit in Frankreich in Haft. Zu den weiteren Umständen der Festnahme können der Polizei zufolge noch keine weiteren Angaben gemacht werden.
Der Mann war vergangenes Jahr wegen versuchten Totschlags verurteilt worden. Er habe im November 2024 in einer Flüchtlingsunterkunft mit einem Messer auf einen Bewohner eingestochen und vor seiner Festnahme einen Polizeibeamten verletzt. Anfang Mai war der 26-Jährige von einem Freigang im Park des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen nicht zurückgekehrt.
Weiterer Patient noch immer flüchtig
Weiterhin auf der Flucht ist ein weiterer Patient und Straftäter, der ebenfalls im ZfP untergebracht war. Der 34-Jährige mit marokkanischer Staatsangehörigkeit war wegen gefährlicher Körperverletzung zur Unterbringung in der Klinik verurteilt worden. Nach Einschätzung der Ermittler wollte er sich mit der Flucht einer anstehenden Abschiebung entziehen.
Das ZfP geht davon aus, dass der 26-Jährige und der 34-Jährige gemeinsam beschlossen hatten, zu fliehen und sich ins Ausland abzusetzen. Beide sind demnach französischsprachig und kommen aus Nordafrika. Sie waren laut ZfP zudem auf derselben Station untergebracht. Es war der Klinik zufolge bei beiden nicht der erste Ausgang, auf eine potenzielle Flucht habe nichts hingedeutet.
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