Drohendes Verkehrschaos
Drohendes Verkehrschaos: Rheinbrücke Bonn-Nord wird voll gesperrt
Veröffentlicht:
von Christopher Ferner17:30 SAT.1 Bayern
Nach Brenner-Sperre: Nächste Stau-Welle Richtung Süden erwartet
Videoclip • 22 Sek • Ab 12
Die Rheinbrücke Bonn-Nord ist seit Mittwoch vollständig gesperrt. Brückenprüfungen hatten strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben. Wann sie wieder freigegeben wird, ist offen.
Das Wichtigste in Kürze
Die Rheinbrücke Bonn-Nord ist seit Mittwoch, 15 Uhr, wegen struktureller Schäden am Tragwerk vollständig gesperrt.
Betroffen sind neben dem Bauwerk mehrere Abschnitte der A565 zwischen dem Kreuz Bonn-Nord und dem Dreieck Bonn-Nordost in beiden Fahrtrichtungen.
Ein Neubau ist frühestens in den 2030er-Jahren geplant.
Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) ist seit Mittwoch (3. Juni), 15 Uhr, vollständig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Das teilte die Autobahn GmbH mit. Grund sind strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke, die eine unverzügliche Sicherung erfordern.
Von der Sperrung betroffen sind neben dem Bauwerk selbst auch mehrere Abschnitte der A565. In Fahrtrichtung Koblenz ist der Abschnitt zwischen dem Dreieck Bonn-Nordost und dem Kreuz Bonn-Nord gesperrt; Überfahrten von der A59 aus Richtung Köln und Königswinter auf die A565 sind nicht mehr möglich. Die Anschlussstellen Bonn-Beuel und Bonn-Auerberg sind ebenfalls gesperrt.
Auch in den News:
Schäden am Tragwerk festgestellt
In Fahrtrichtung Siegburg gilt eine Sperrung zwischen dem Kreuz Bonn-Nord und der Anschlussstelle Bonn-Beuel. Im Kreuz Bonn-Nord sind sämtliche Verbindungen auf die A565 Richtung Siegburg unterbrochen, die Anschlussstelle Bonn-Auerberg ebenfalls. Auffahrten auf die A565 Richtung Siegburg bleiben an der Anschlussstelle Bonn-Beuel weiterhin möglich.
Laut Autobahn GmbH hatten Brückenprüfungen Schäden am Tragwerk festgestellt, die sofortiges Handeln erforderlich machten. Die zuvor umgesetzten Maßnahmen - darunter ein seit Februar geltendes Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen sowie regelmäßige technische Kontrollen - hätten weitere Schäden nicht verhindern können.
"Sicherheit der Menschen (...) nicht verhandelbar"
„Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar. Wir handeln auf der Basis unserer aktuellen gutachterlichen Prüfergebnisse", sagte Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH.
Neubau frühestens ab 2030
Das Unternehmen sei sich der erheblichen Auswirkungen auf den Regionalverkehr bewusst und habe Ausweichrouten in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden vorbereitet. Wann die Brücke wieder freigegeben werden kann, ist derzeit offen. Laut einem Bericht der "Bild" ist ein Neubau frühestens in den 2030er-Jahren geplant.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Autobahn GmbH
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