Expedition von ehemaligem Netflix-Star Nirmal Purja
Drei Wochen nach dem Unglück: Leiche von US-Bergsteigerin am Broad Peak geborgen
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Netflix-Bergsteiger Nirmal Purja ist tot
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Am Broad Peak ist die Bergung der Lawinenopfer weiter vorangekommen. Freiwillige Helfer aus der Region fanden die sterblichen Überreste der US-Bergsteigerin Mallory Geis. Die Suche nach einem weiteren Opfer dauert jedoch an.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Lawinenunglück am Broad Peak hat zehn Menschenleben gefordert.
Drei Wochen später ist die Bergung fast abgeschlossen: Helfer fanden die sterblichen Überreste der US-Alpinistin Mallory Geis.
Nur ein Opfer wird derzeit noch am Berg vermisst.
Rund drei Wochen nach dem Lawinenunglück am Broad Peak in Pakistan ist die Leiche der US-amerikanischen Bergsteigerin Mallory Geis geborgen worden. Lokale freiwillige Helfer fanden die sterblichen Überreste der 39-Jährigen am Freitag an den Hängen des 8051 Meter hohen Berges.
Geis war das letzte noch vermisste Mitglied einer zehnköpfigen internationalen Expedition. Die Gruppe war am 30. Juli während eines Gipfelversuchs von einer Lawine erfasst worden. Alle zehn Bergsteiger kamen ums Leben. Die sterblichen Überreste der Amerikanerin wurden inzwischen zum Basislager transportiert und sollen von dort ihrer Familie übergeben werden.
Expedition von Netflix-Star Nirmal Purja geleitet
Die Bergung erwies sich als hochriskant. Tief verschneite, bis zu 60 Grad steile Hänge, weitere Lawinen und die extreme Höhe erschwerten den Einsatz. Bereits geborgene Leichen waren bei einer erneuten Lawine wieder mitgerissen worden. Neben Geis wurde auch der pakistanische Bergsteiger Sohail Sakhi gefunden. Als einziges Opfer gilt derzeit noch der nepalesische Sherpa Nawang Thindu als nicht geborgen.
Die Expedition wurde vom nepalesischstämmigen Alpinisten Nirmal Purja geleitet, der auch unter dem Namen Nims Dai bekannt ist. Purja bestieg 2019 alle 14 Achttausender in Rekordzeit und wurde durch die Netflix-Dokumentation "14 Peaks: Nothing Is Impossible" international bekannt. Unter den Todesopfern waren sechs Bergsteiger aus Nepal, ein Pakistaner, ein Chinese, eine Frau aus Oman und Geis aus den USA.
Auch in den News: Mehr zu dem Thema:
Geis versuchte erstmals einen 8000er zu erklimmen
Für Geis war der Broad Peak ihr erster Versuch an einem 8000er in Pakistan. Anfang 2026 hatte sie ihr Pilates-Studio in San Antonio geschlossen, um sich ganz dem Bergsteigen zu widmen. Ihre Familie beschrieb sie als "helles Licht", das von Angehörigen und Freunden zutiefst geliebt worden sei. Der Broad Peak gilt wegen Lawinen, Steinschlag, Eisstürzen, großer Höhe und rasch wechselnden Wetters als besonders gefährlich.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
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