Verbraucherschutz warnt vor Fakes

Deutschlandtrikots online kaufen: Warum besondere Vorsicht wichtig ist

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

:newstime

Hohe Preise für Deutschland-Trikots

Videoclip • 01:42 Min • Ab 12


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Wer online nach einem Deutschlandtrikot sucht, stößt schnell auf unseriöse Shops und fragwürdige Angebote. Die Verbraucherzentrale warnt: Hinter hohen Rabatten und professionell wirkenden Seiten stecken oft Fakeshops oder Anbieter aus dem Nicht-EU-Ausland.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele günstige Trikotangebote im Internet stammen von Fakeshops oder Anbietern, die keine Originalware verkaufen.

  • Fehlendes Impressum, extrem hohe Rabatte und unklare Kontaktdaten sind deutliche Warnsignale.

  • Wer auf einen verdächtigen Shop hereinfällt, sollte sofort Bank, Zahlungsdienst und Polizei informieren.

Die Fußball-WM startet in wenigen Tagen. Viele Menschen suchen deshalb noch nach einem günstigen Deutschlandtrikot. Gerade dann tauchen bei Suchmaschinen besonders viele Angebote auf, die auf den ersten Blick seriös wirken. Doch genau hier liegt das Problem: Zwischen echten Shops erscheinen immer wieder Fakeshops oder Anbieter aus dem Ausland, die mit auffällig niedrigen Preisen locken.

Die Verbraucherzentrale warnt davor, vorschnell zu bestellen. Wer auf einen unseriösen Shop hereinfällt, riskiert nicht nur den Verlust seines Geldes. Es kann auch passieren, dass gar kein Trikot geliefert wird oder nur eine minderwertige Nachahmung ankommt.

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Viele Trikots sind keine Originale

Besonders kritisch sind laut Verbraucherzentrale viele Trikotshops mit Sitz in China. Dort werden häufig keine Originalprodukte verkauft, sondern Nachbildungen. Das gelte auch dann, wenn die Ware mit Begriffen wie "authentic", "Player Version" oder "Match Version" beworben werde. In vielen Fällen handele es sich nicht um echte Trikots bekannter Hersteller.

Für Verbraucher:innen hat das mehrere Folgen. Zum einen besteht das Risiko, ein Produkt mit schlechter Verarbeitung oder sogar mit gesundheitlich bedenklichen Stoffen zu erhalten. Zum anderen können Probleme mit dem Zoll entstehen, wenn Plagiate aus dem Nicht-EU-Ausland eingeführt werden. Hinzu kommt: Wer ein Fake bestellt, hat meist kaum Chancen auf Rückgabe, Erstattung oder Gewährleistung.

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Produktsicherheit ist ein wichtiger Punkt

Beim Trikotkauf geht es nicht nur um Design und Preis, sondern auch um Sicherheit. Verbraucher:innen dürfen erwarten, dass Textilien bestimmte Standards erfüllen und keine bedenklichen Stoffe enthalten. Genau deshalb ist es wichtig, auf die Herstellerangaben zu achten.

Die Verbraucherzentrale erklärt, dass bei Produkten von Anbietern außerhalb der EU eine verantwortliche Ansprechperson innerhalb der EU benannt werden muss. Fehlt diese Angabe, kann es für Käufer:innen deutlich schwerer werden, Ansprüche durchzusetzen. Wer dann Probleme mit dem Produkt hat, bleibt womöglich auf dem Schaden sitzen.

Ein weiteres Warnsignal ist ein fehlendes oder unvollständiges Impressum. Auch neu registrierte Domains, unklare Telefonnummern, sehr hohe Rabatte oder widersprüchliche Allgemeine Geschäftsbedingungen können auf einen problematischen Shop hindeuten.

Diese Shops stuft die Verbraucherzentrale als verdächtig ein

Die Verbraucherzentrale hat mehrere Shops exemplarisch geprüft. Der Fakeshop-Finder bewertet unter anderem fatooball.com, kickberlin.com, trikotfc.com, fussballtrikot-guenstig.com und gojersey.co mit ROT. Das bedeutet eine starke Warnung und klare Merkmale eines Fakeshops.

Weitere Anbieter wie bestsoccerstore.cc, soccer00.co.uk, jjsports.uk und kickitshirts.com wurden mit GELB eingestuft. Hier rät die Verbraucherzentrale ebenfalls zur Vorsicht, etwa wegen unvollständiger Daten, auffälliger Telefonnummern oder erst kürzlich angemeldeter Domains.

Was Betroffene tun können

Wer bereits in einem Fakeshop bestellt hat, sollte schnell handeln. Laut Verbraucherzentrale kommt es stark auf die Zahlungsart an. Überweisungen per Vorkasse lassen sich in der Regel nicht rückgängig machen. Trotzdem sollten Betroffene sofort ihre Bank kontaktieren.

Bei Sepa-Lastschriften und manchen Kreditkartenzahlungen kann eine Rückbuchung möglich sein. Auch bei Bezahldiensten wie PayPal besteht unter Umständen Käuferschutz. Zusätzlich empfiehlt die Verbraucherzentrale, Anzeige bei der Polizei zu erstatten – notfalls auch online.


Verwendete Quellen:

Verbraucherzentrale: "Deutschlandtrikot online kaufen: So schützen Sie sich vor Fakeshops und Plagiaten"

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