Niedersachsen

Der Weser droht Niedrigwasser: Schifffahrt könnte erliegen

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Videoclip • 01:01 Min • Ab 12


Der Wasserpegel auf der Oberweser sinkt rapide. Bis Freitag könnte er in Hann. Münden auf gerade einmal 60 Zentimeter fallen. Grund ist die fast leere Edertalsperre, die die Weser normalerweise mit Wasser versorgt.

Die Oberweser steuert in den kommenden Tagen auf Niedrigwasser zu. Grund ist laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa die Edertalsperre in Nordhessen, die kaum noch Wasser abgibt. Dadurch sinkt der Wasserstand auf der Weser unter die schiffbare Mindesthöhe. Zuerst hatte die „Deister- und Weserzeitung" darüber berichtet.


Am Pegel Hann-Münden (Wesersprung) fällt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) bereits bis Donnerstag unter den Grenzwert. Statt zuletzt 1,20 Metern werden dort dann nur noch gut 1,00 Meter gemessen. Bis Freitag rechnet die WSV mit einem weiteren Rückgang auf 60 Zentimeter.

Weiter flussabwärts wird der sinkende Pegel erst mit Verzögerung spürbar: In Dörverden nördlich von Nienburg etwa dürfte sich der niedrige Wasserstand erst ab Samstag bemerkbar machen.

Normalerweise wird die Oberweser im Sommer mit Wasser aus der Edertalsperre auf schiffbarem Niveau gehalten. Doch das Reservoir ist deutlich leerer als üblich: Aktuell fasst es rund 40 Milliarden Liter Wasser; sonst sind es im langjährigen Mittel etwa 155 Milliarden. Die Talsperre gibt daher seit dem frühen Morgen nur noch die absolute Mindestmenge ab.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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