Helau und Alaaf
Der Rosenmontag 2026 rückt näher: Ist der Feiertag der Narren ein echter Feiertag?
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von Joachim VonderthannEine Gardistin grüßt in Mainz das Narrenvolk auf dem Rosenmontagszug. Ein offizieller Feiertag ist der Rosenmontag allerdings nicht.
Bild: Andreas Arnold/dpa
Der Rosenmontag, dieses Jahr am 16. Februar, markiert den Höhepunkt des Karnevals. Trotz seines ausgelassenen Charakters ist er kein gesetzlicher Feiertag, was Hunderttausenden Jecken egal ist. Was hat es mit dem Tag der Narren auf sich?
Das Wichtigste in Kürze
Der Rosenmontag am 16. Februar 2026 ist kein gesetzlicher Feiertag, wird aber in Karnevalshochburgen dennoch ausgelassen gefeiert.
Die berühmten Rosenmontagszüge in Köln, Düsseldorf und Mainz sind die Höhepunkte des Tages.
Der Name "Rosenmontag" stammt vermutlich vom mittelhochdeutschen Begriff "Rasenmontag".
Der Rosenmontag fällt im Jahr 2026 auf den 16. Februar und markiert traditionell den Montag vor dem Aschermittwoch. Er gilt als Höhepunkt des Karnevals, der insbesondere in den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz mit großen Umzügen, Bällen und ausgelassenem Straßenkarneval samt Rosenmontagszügen gefeiert wird. Der Rosenmontag kann frühestens im Jahr am 2. Februar stattfinden. Der letzte mögliche Termin ist der 8. März.
Wann ist in diesem Jahr Rosenmontag?
Trotz seines feierlichen Charakters ist der Rosenmontag kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Das bedeutet, dass Arbeitgeber:innen regulär arbeiten müssen, sofern sie sich keinen freien Tag nehmen oder Firmen in den Karnevalshochburgen außerplanmäßig freigeben. Auch Geschäfte bleiben an diesem Tag für gewöhnlich geöffnet, was die Karnevalist:innen jedoch nicht von ausgelassenen Feiern abhält.
Woher stammt der Name Rosenmontag?
Die Herkunft des Namens "Rosenmontag" ist nicht eindeutig geklärt. Laut Sprachwissenschaft könnte das Wort "Rosen" früher für "ausgelassen, fröhlich oder tobend" gestanden haben – ein Hinweis auf die Stimmung des Tages. Das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm leitet den Begriff vom Mittelhochdeutschen "Rasenmontag" ab, was ebenfalls auf eine ausgelassene Feier verweist, wie die "Augsburger Allgemeine" berichtet.
Eine andere Erklärung verknüpft den Rosenmontag demnach mit dem "Rosensonntag", einem Tag in der römisch-katholischen Kirche, an dem der Papst zwischen dem 11. und 19. Jahrhundert traditionell eine goldene Rose als Auszeichnung überreichte. Diese Theorie gilt jedoch als weniger gesichert als die sprachwissenschaftliche Herkunft des Namens.
Woher stammen die Rosenmontagszüge
Die berühmten Rosenmontagszüge haben ihren Ursprung in Köln und gehen auf das Jahr 1823 zurück. Damals wollte die Kölner Oberschicht das rohe Fastnachtstreiben kultivieren und orientierte sich dabei am venezianischen Karneval sowie an Triumphzügen und Fronleichnamsprozessionen der katholischen Kirche. Im Januar 1823 wurde das "festordnende Comité für die Carnevalslustbarkeiten" gegründet, das bereits zwei Wochen später den ersten Maskenzug organisierte – ein voller Erfolg.
Der Erfolg des Kölner Rosenmontagszugs führte schnell dazu, dass andere Städte wie Düsseldorf und Mainz das Konzept übernahmen. Heute sind die Umzüge und närrischen Rufe wie "Alaaf" und "Helau" untrennbar mit dem Rosenmontag verbunden und ziehen jährlich Hunderttausende Menschen an.
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Verwendete Quellen:
Augsburger Allgemeine: "Ist der Rosenmontag 2026 ein Feiertag? Und wann ist der Termin?
Nachrichtenagentur dpa
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