Anschlag auf Weihnachtsmarkt
"Dann habe ich einfach Gas gegeben": So beschreibt der Magdeburger Todesfahrer seine Tat
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Magdeburg: Mammutprozess gegen Taleb A.
Videoclip • 03:22 Min • Ab 12
Bereits gestern hatte Taleb A. zugegeben, der Fahrer des Autos gewesen zu sein. Nun schildert er die Amokfahrt aus seiner Sicht und erklärt, warum er die Tat begangen hat.
Der Todesfahrer von Magdeburg hat den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt gestanden und die Tat im Prozess beschrieben. "Dann habe ich einfach Gas gegeben", sagte Taleb A. vor dem Landgericht Magdeburg.
Als Auslöser für die Todesfahrt am 20. Dezember 2024 nannte er seine Auseinandersetzungen mit deutschen Behörden und deren mangelnde Hilfe für saudische Frauen. Er habe aufklären und warnen wollen. Er habe Strafanzeigen gestellt und sei aber nicht gehört worden. "Es gab nur zwei Wege: Entweder verlasse ich Deutschland oder ich greife an", schilderte der 51-Jahre alte Angeklagte aus Saudi-Arabien.
Am Tag des Anschlags sei er "kalt wie Eis" gewesen. Er habe das Gefühl gehabt, "dass er etwas Schreckliches mache". "In der letzten Sekunde habe ich gesehen, dass es keine Hoffnung gibt", sagte A. Er sei davon ausgegangen, dass die Polizei ihn erschieße.
Bei der Todesfahrt wurden sechs Menschen getötet, mehr als 300 verletzt. Der Angeklagte wurde wenige Minuten nach der Tat festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Anklage wirft ihm unter anderem sechsfachen Mord und versuchten Mord in 338 Fällen vor.
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Wegen China-Nähe
Polestar-Aus: Trump-Regierung verbannt E-Auto-Marke aus dem Markt

Mögliche Szenarien
WM-Sechzehntelfinale: Diese Gegner warten auf das DFB-Team

Seltener Glücksfall
Dieser Asteroid kommt der Erde bald ungewöhnlich nah

Strategisch wichtige Verbindung
Krim-Brücke: Russland baut Verteidigung gegen Ukraine-Drohnen aus

Deutscher Wetterdienst
DWD warnt vor extremer Hitze: Deutschland vor historischem Rekord

Große Gesten für kleine Stadt
"König von Burladingen": So heimatverbunden ist Wolfgang Grupp

