Gefälschte Briefe im Umlauf
Betrüger verschicken falsche Rundfunkbeitrags-Briefe: So erkennst du die Masche
Veröffentlicht:
von Benedikt RammerKriminelle missbrauchen den Rundfunkbeitrag für eine dreiste Abzocke. (Symbolbild)
Bild: Sebastian Kahnert/dpa
Kriminelle versenden derzeit täuschend echte Zahlungsaufforderungen zum Rundfunkbeitrag und setzen Empfänger:innen massiv unter Zeitdruck. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor der Betrugsmasche und erklärt, wie sich Betroffene schützen können.
Das Wichtigste in Kürze
Gefälschte Schreiben fordern Empfänger:innen auf, innerhalb kürzester Zeit 55,08 Euro Rundfunkbeitrag zu überweisen.
Hinweise auf Fälschung sind unter anderem versprochene Rabatte, ein Konto im Ausland und fehlende offizielle Adressen.
Verbraucher:innen sollten Links nicht direkt anklicken, Zahlungswege mit Rückhol-Möglichkeit nutzen und im Zweifel direkt beim echten Rundfunkbeitragsservice nachfragen.
Die gefälschten Schreiben sehen laut Verbraucherzentrale täuschend echt aus. Darin wird behauptet, Empfänger:innen müssten kurzfristig den Rundfunkbeitrag überweisen – idealerweise per Onlinebanking oder Sofortüberweisung. Besonders auffällig ist der starke Zeitdruck: Spätestens bis zum nächsten Tag sollen 55,08 Euro auf ein angegebenes Konto gezahlt werden.
Ein weiteres Merkmal der Fälschung: Im Schreiben ist von Rabatten für halbjährliche oder jährliche Zahlungen die Rede. Laut Verbraucherzentrale NRW gibt es beim echten Rundfunkbeitrag solche Nachlässe nicht.
So kannst du das Fake-Schreiben erkennen
Mehrere Punkte machen deutlich, dass es sich nicht um eine echte Forderung des Rundfunkbeitragsservice handelt. Nach Angaben der Verbraucherzentrale führt das Schreiben kein offizielles Konto des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio auf. Stattdessen ist ein Konto bei einer spanischen Bank mit deutscher Niederlassung genannt. Das ist untypisch für den echten Beitragsservice.
Auch bei der Absenderadresse lohnt sich ein genauer Blick. Hinter dem angeblichen Namen des Beitragsservice versteckt sich keine echte E-Mail-Adresse mit der Endung "@rundfunkbeitrag.de". Wer so eine Adresse nicht erkennt, sollte misstrauisch werden und die Daten noch einmal überprüfen.
Auch in den News:
Tipps der Verbraucherzentrale zum Schutz vor Betrug
Die Verbraucherzentrale rät dazu, Internetadressen und E-Mail-Absender sehr genau zu prüfen. Links aus E-Mails oder SMS sollten möglichst nicht direkt angeklickt werden. Wer unsicher ist, sollte die bekannte, offizielle Internetadresse des Rundfunkbeitragsservices selbst in den Browser eingeben, statt auf einen Link im Schreiben zu klicken.
Außerdem empfehlen die Expert:innen, nach Möglichkeit nur Zahlungsmethoden zu nutzen, bei denen sich Überweisungen im Notfall zurückholen lassen. Wer Zweifel an einer Zahlungsaufforderung hat, sollte sich direkt beim offiziellen Rundfunkbeitragsservice informieren und dort nachfragen, ob wirklich eine offene Forderung besteht. So lässt sich klären, ob es sich um ein echtes Schreiben oder um einen Betrugsversuch handelt.
Verwendete Quellen:
Verbraucherzentrale: "Betrug: Phishing-Mails und falsche SMS von Ministerien und Behörden"
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