Korruption

Gefälligkeiten gegen Sex-Fotos: Berliner Polizist angeklagt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Korruptionsverdacht bei Ausländerbehörde: Details bekannt gegeben

Videoclip • 01:33 Min • Ab 12


Die Polizei hat bei der Auswertung eines beschlagnahmten Handys verdächtige Chats entdeckt: Ein Berliner Beamter ließ sich demnach mit Sex-Bildern bestechen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Amtsgericht Berlin-Tiergarten läuft ein Prozess wegen Bestechlichkeit gegen einen Polizisten.

  • Der 41-jährige soll zwei Zivilisten Gefälligkeiten gegen Sex-Fotos erwiesen haben.

  • Die Polizei kam dem korrupten Beamten bei der Auswertung eines beschlagnahmten Handys auf die Spur.

Ein Berliner Polizist soll sich mit Sex-Fotos bestochen lassen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft klagte den inzwischen 41-jährigen Beamten wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit in zwei Fällen vor dem Amtsgericht Tiergarten an, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Der Polizist soll im Oktober 2024 einem inzwischen 25-jährigen Mann eine ausgefüllte Ordnungswidrigkeitenanzeige geschickt haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Der jüngere Mann wollte damit beweisen, dass 700 Euro, die er sich geliehen und in einem Nachtklub ausgegeben hatte, angeblich von der Polizei beschlagnahmt worden seien. Im Gegenzug soll der Polizist von dem anderen Mann Bilder mit sexuellem Inhalt gefordert haben, die dieser zugesagt habe.

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Weiterer Korruptionsfall binnen weniger Monate

Im Februar 2025 soll der Polizist einem anderen Mann eine Abfrage im polizeilichen System zugesagt haben. Im Gegenzug erstellte er dpa zufolge erneut zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen und ließ sich dafür Bilder mit sexualisiertem Inhalt schicken.

Die Polizei entdeckte den Vorgang bei der Auswertung eines beschlagnahmten Handys, schweigt jedoch bislang zu den Vorwürfen. Der angeklagte Polizist ist vom Dienst suspendiert.


Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa

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