Wilder Knoblauch

Bärlauch sammeln: Diese Regeln gelten – und so teuer können Fehler werden

Veröffentlicht:

von Jacqueline Bittl

:newstime

Giftpflanze statt Bärlauch: Paar stirbt nach Verzehr von Suppe

Videoclip • 01:32 Min • Ab 12


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Der würzige Frühlingsklassiker lockt in die Wälder. Doch wer Bärlauch falsch sammelt oder zu viel pflückt, riskiert hohe Bußgelder und gefährliche Verwechslungen.

Wenn der Duft von Knoblauch durch feuchte Wälder zieht, kann das nur eins bedeuten: die Bärlauch-Saison ist in vollem Gange. Doch wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Umwelt- und Behördenangaben berichtet, gelten beim Sammeln strenge Regeln. Wer sie missachtet, muss nicht nur mit empfindlichen Strafen rechnen, sondern setzt schlimmstenfalls auch seine Gesundheit aufs Spiel.

Auch in den News:

Verwechslungsgefahr kann lebensgefährlich sein

Vor allem Maiglöckchen und Herbstzeitlose wachsen laut Expert:innen oft in unmittelbarer Nähe von Bärlauch. Beide Pflanzen sind hochgiftig. Indem man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt, gelingt die Unterscheidung: Riecht es deutlich nach Knoblauch, handelt es sich um Bärlauch. Zudem ist die Blattunterseite matt, während giftige Doppelgänger eher glänzen. Besteht dennoch Unsicherheit, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung laut dpa dazu, nichts zu verzehren – denn gerade im April und Mai häufen sich Vergiftungsfälle.

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Wenn es dann nach Knoblauch riecht, ist es Bärlauch

Friederike Scholz vom Bund für Umwelt und Naturschutz

Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen unterscheiden – so geht's

Diese Grafik hilft dabei, Giftpflanzen von Bärlauchblättern zu unterscheiden.

Bild: dpa-infografik/dpa-tmn


Nur kleine Mengen erlaubt – Schutzgebiete tabu

Grundsätzlich gilt für das Sammeln von Bärlauch laut Bußgeldkatalog 2026 die Handstraußregel. Wer unerlaubt mehr als diese Handvoll pflückt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Um große Mengen Bärlauch zu sammeln, ist die Zustimmung der Naturschutzbehörde bzw. des Waldeigentümers notwendig. Das gewerbliche Pflücken ist sogar ganz verboten, auch hierfür gäbe es eine entsprechende offizielle Genehmigung der zuständigen Behörde. Friederike Scholz, Expertin für Artenschutz, empfiehlt, von jeder Knolle nur ein bis zwei Blätter zu ernten. "Wer mehr nimmt, schwächt den Bärlauch sehr stark." In Naturschutzgebieten und Nationalparks ist das Pflücken generell verboten.

Richtig erkannt und maßvoll geerntet, bleibt Bärlauch jedoch ein kulinarischer Gewinn. Ob im Pesto, im Dip oder fein gehackt über Pasta – der wilde Knoblauch erlebt laut Scholz sogar einen "kleinen Hype".

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

bussgeldkatalog.org: "Bärlauch sammeln: Bußgeld von bis zu 50.000 Euro möglich!"

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