Fachleute begeistert

Ausgrabungs-Sensation in der Wetterau: Zwölfjährige entdeckt 2.700 Jahre alten Kelten-Schatz

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Spektakulärer Wrackfund in der Nordsee (3. Juni)

Videoclip • 29 Sek • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Ein Spaziergang wird zur archäologischen Entdeckung: Lilly Then aus Büdingen stolpert über einen bronzenen Armreif aus der Hallstattzeit – Fachleute sprechen von einem Glücksfall für die Wissenschaft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Zwölfjährige hat in der Wetterau bei einem Spaziergang einen sensationellen archäologischen Fund gemacht.

  • Es handelt sich um einen 2.700 Jahre alten und vollständig erhaltenen Bronze-Armreif aus der Keltenzeit.

  • Expert:innen bezeichnen die Entdeckung als Glücksfall für die Forschung, der nun in der Keltenwelt am Glauberg ausgestellt werden soll.

Eine Zwölfjährige aus dem Büdinger Stadtteil Aulendiebach hat bei einem Spaziergang einen archäologischen Sensationsfund gemacht: Lilly Then entdeckte am Wiesenrand einen massiven Bronzearmring, der sich als 2.700 Jahre altes Schmuckstück aus der frühen Eisenzeit entpuppte.

Das Mädchen war mit einer Freundin unterwegs, als ihr das zunächst stark verschmutzte Objekt ins Auge fiel. Dank ihres Geschichtsunterrichts – sowohl in der Grundschule als auch an der Gesamtschule Konradsdorf – ahnte sie sofort, dass es sich um etwas Besonderes handeln könnte. Mit Bedacht verpackte sie den Fund in einem Müllbeutel mit Wasser und brachte ihn nach Hause.

- Anzeige -
- Anzeige -

Von der Internetrecherche ins Museum

Lillys Mutter Martina Then recherchierte daraufhin im Internet und stieß auf Hinweise, dass es sich um einen keltischen Armreif handeln könnte. Das Fundstück gelangte schließlich über den geschichtsbegeisterten Schulleiter Tobias Stolte zum Forschungszentrum der Keltenwelt am Glauberg.

Die dortigen Fachleute bestätigten: Der Armring stammt aus der sogenannten Hallstattzeit, einer frühen Epoche der keltischen Kultur. Charakteristisch sind der runde Stabquerschnitt, verdickte Enden und eine feine Rippenverzierung. Solche Schmuckstücke wurden typischerweise als Grabbeigaben verwendet und liefern wichtige Erkenntnisse über Kleidung, Schmuckvorlieben und gesellschaftliche Strukturen jener Zeit.

Auch in den News:

Bedeutung für die Forschung

Marcus Coesfeld, Direktor des Museums Keltenwelt am Glauberg, bezeichnete den Fund als Glücksfall. Dass ein solcher Armring so vollständig erhalten gefunden werde, sei selten. Der Ring belege erneut, dass der Glauberg bereits seit der frühen Eisenzeit besiedelt war. Zudem könnten solche Einzelfunde Hinweise auf bisher unentdeckte Grabhügel in der Umgebung geben.

Der Armring wird zunächst im Tresor der Keltenwelt verwahrt und soll am 28. Juni zum Glauberg-Jubiläum ausgestellt werden – genau 30 Jahre nachdem die weltberühmte Statue des Keltenfürsten an dem Berg entdeckt wurde. Anschließend ist eine Aufbewahrung im Wiesbadener Schloss Biebrich geplant, langfristig könnte das Stück in die Sammlung des Museums in der Wetterau aufgenommen werden.

Vorbildliches Verhalten gewürdigt

Coesfeld lobte ausdrücklich Lillys umsichtiges Vorgehen. Mit ihrem Verhalten sei die Schülerin ein großes Vorbild. Den genauen Fundort geben die Experten aus Sorge vor Raubgrabungen nicht bekannt – Sondengänge sind rund um den Glauberg weiterhin ein Problem. Die Umgebung der Fundstelle soll nun durch Begehungen genauer untersucht werden

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken