Astronomie

Asteroid "2024 YR4" verfehlt den Mond – ESA gibt endgültige Entwarnung

Veröffentlicht:

von Jacqueline Bittl

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Mondmissionen: NASA ändert Artemis-Programm

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Wochenlang sorgte ein Asteroid für Nervosität bei Forscher:innen. Nun ist klar: "2024 YR4" wird weder Mond noch Erde treffen – neue Daten bringen Gewissheit.

Nach wochenlanger Unsicherheit gibt es nun Klarheit: Der Asteroid "2024 YR4" stellt keine Gefahr mehr für den Mond dar. Wie die europäische Raumfahrtbehörde ESA mitteilte, wird der rund 60 Meter große Himmelskörper den Mond Ende 2032 in einem Abstand von mehr als 20.000 Kilometern passieren. Ein Einschlag kann nach aktuellem Stand ausgeschlossen werden.

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"2024 YR4" galt zeitweise als der gefährlichste Asteroid der letzten 20 Jahre

Zeitweise galt "2024 YR4" als der gefährlichste Asteroid, der in den vergangenen 20 Jahren entdeckt wurde, so die ESA. Zwar sei das Risiko stets als gering eingeschätzt worden, dennoch hatten frühere Berechnungen eine Einschlagswahrscheinlichkeit von bis zu vier Prozent für den Mond ergeben.

Auch die US-Raumfahrtbehörde NASA habe zwischenzeitlich eine geringe, aber messbare Wahrscheinlichkeit gesehen, dass der Asteroid der Erde gefährlich werden könnte. Spätere Analysen hätten jedoch auch dieses Szenario verworfen.

Wäre der Brocken tatsächlich auf dem Mond eingeschlagen, wäre dies laut Fachleuten zwar spektakulär, aber ungefährlich geblieben. Der Asteroid sei zu klein, um die Umlaufbahn des Mondes zu beeinflussen, hatte der Asteroidenexperte Detlef Koschny von der Technischen Universität München erklärt. Eine Bedrohung für die Erde hätte daraus nicht resultiert.

Die endgültige Entwarnung verdanken Forscher:innen nun neuen Beobachtungen mit dem "James-Webb"-Weltraumteleskop. Durch die präzise Vermessung des nur schwer sichtbaren Objekts konnte seine Flugbahn deutlich genauer bestimmt werden. Der Vergleich mit anderen Himmelskörpern hat gezeigt, dass "2024 YR4" sicher am Mond vorbeizieht – ein kosmischer Streifschuss ohne Folgen.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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