Trotz Epstein-Skandal
"Blamage für die Krone": Andrew Mountbatten-Windsor soll wie ein echter Royal beigesetzt werden
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
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Trotz Titelentzug, Missbrauch und Epstein-Verbindung: Andrew Mountbatten-Windsor soll ein royales Staatsbegräbnis erhalten. Kritiker:innen sprechen von einer Blamage für die Krone.
Das Wichtigste in Kürze
Der ehemalige Herzog von York, Andrew Mountbatten-Windsor, soll trotz seines bürgerlichen Status' ein königliches Begräbnis erhalten.
Nach Informationen von "The Mail on Sunday" bezeugen das geheime "Bridge"-Pläne der Regierung, die das Ableben der Royals festlegen.
Eigentlich gehört Andrew nicht mehr zur königlichen Familie, wegen zahlreicher Skandale rund um seine mutmaßlich enge Beziehung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wurden ihm jegliche Ehrentitel aberkannt.
Er verlor alle königlichen Ehrentitel, wurde festgenommen, steht in Verbindung zu dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein – und trotzdem soll Andrew Mountbatten-Windsor ein royales Staatsbegräbnis erhalten. Das teilte die britische Zeitung "The Mail on Sunday" mit. Ein schwerer Schlag für die Opfer Epsteins, die dies dem Bericht zufolge als "Blamage für die Krone" kritisieren. Der Buckingham-Palast schweigt bisher.
Auch in den News:
Tausche Epstein-Freundschaft gegen königliche Ehre
In den sogenannten "Bridge"-Plänen der britischen Regierung ist laut "The Mail on Sunday" bis ins kleinste Detail festgelegt, wie ein Royal bestattet werden soll und wem überhaupt eines der hochkarätigen Begräbnisse zusteht. Zumindest dem ehemaligen Herzog von York sei den Quellen zufolge ein Platz auf der geheimen Liste sicher. Und das, obwohl der jüngere Bruder von König Charles III. in mehrere Skandale verwickelt ist.
So soll der heute 66-Jährige eine enge Freundschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehegt und eine Minderjährige mehrmals missbraucht haben. Die Zivilklage des Opfers endete in einem millionenschweren Vergleich. Andrew selbst bestreitet die Vorwürfe bis heute. Dies sei eine Schande über die königliche Familie und das Vereinigte Königreich, so die US-Anwältin Gloria Allred, die 27 von Epsteins Opfern vertrat, gegenüber "The Mail on Sunday".
Wohl aus genau diesem Grund ist Mountbatten-Windsor seit vergangenem Jahr kein offizieller Royal mehr. Sein Bruder Charles leitete ein Verfahren ein, das Andrew alle verbliebenen Titel und Ehren entzog. "Seine Königliche Hoheit" ist seitdem ein Bürgerlicher, der im gleichen Zuge das Gelände des Schlosses Windsor verlassen musste.
2026 dann der nächste Schlag: Im Februar wurde Andrew Mountbatten-Windsor wegen Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt zwischenzeitlich festgenommen. Auch hier taucht der Name Epstein auf, an den Mountbatten-Windsor, damals Handelsbeauftragter der britischen Regierung, vertrauliche Dokumente weitergeleitet haben soll. Diese Ermittlungen dauern weiter an.
Experte: "Das muss ein Versehen sein"
Doch mit Andrews Ableben will das britische Königshaus wohl auch die verhängnisvolle Vergangenheit des 66-Jährigen begraben. Nach Angaben von "The Mail on Sunday" soll der ehemalige Herzog trotz fehlender Titel im klassischen Royal-Stil, ebenso wie Königin Elizabeth und Prinz Philip, beigesetzt werden.
"Das muss ein Versehen sein", so Norman Baker, ehemaliger Minister und Experte für königliche Finanzen, gegenüber der britischen Tageszeitung. "Herr Mountbatten-Windsor ist ein Bürgerlicher und sollte auf keinen Fall ein königliches Begräbnis erhalten."
Ähnlich bewertet es der konservative Abgeordnete Joe Robertson. "Er hat seine königlichen Titel und seine öffentlich finanzierten Ämter aus gutem Grund verloren", heißt es in "The Mail on Sunday". "Seine Beerdigung sollte wie bei jedem anderen auch privat bezahlt werden."
Das Kabinettsamt und der Buckingham-Palast hätten eine Stellungnahme abgelehnt, auch Mountbatten-Windsor habe sich nicht zu den Informationen geäußert.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
The Mail on Sunday: "Andrew Mountbatten-Windsor due to receive royal ceremonial funeral despite downfall under plans blasted by Epstein victims as 'embarrassment to the Crown'"
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