Sparen beim Tanken

ADAC rät zu E10: Wer E5 tankt, zahlt oft unnötig mehr

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von Benedikt Rammer

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ADAC beendet bisherigen Tankrabatt: das ist der neue Partner

Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


Viele Benziner vertragen Super E10 problemlos – trotzdem greifen zahlreiche Autofahrer:innen weiterhin zu E5. Der ADAC erklärt, wann sich der Wechsel lohnt und zu welcher Uhrzeit Tanken meist günstiger ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ADAC empfiehlt E10, wenn das eigene Benzinfahrzeug für den Kraftstoff zugelassen ist.

  • Schon ein Preisunterschied von drei Cent pro Liter kann E10 gegenüber E5 wirtschaftlich machen.

  • Am späten Nachmittag, besonders ab etwa 17:30 Uhr, ist Tanken laut ADAC häufig günstiger als um die Mittagszeit.

Wer beim Tanken Geld sparen möchte, sollte laut ADAC prüfen, ob das eigene Auto Super E10 verträgt. Der Verkehrsclub empfiehlt die günstigere Benzinsorte ausdrücklich. Super E5 sei dagegen in vielen Fällen finanziell nicht die beste Wahl.

Nach Angaben des ADAC vertragen fast alle Fahrzeuge mit Ottomotor den Kraftstoff. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) kommt zu dem Ergebnis, dass 99 Prozent der deutschen Benziner E10 ohne Einschränkungen nutzen können. Autofahrer:innen sollten trotzdem in der Betriebsanleitung oder beim Hersteller nachsehen, ob ihr Fahrzeug dafür freigegeben ist.

Super E10 enthält bis zu zehn Prozent Bioethanol. Dadurch ist der Energiegehalt pro Liter etwas niedriger als bei E5. Der Verbrauch kann deshalb leicht steigen. An der Kasse macht sich das nach Einschätzung des ADAC jedoch meist nicht negativ bemerkbar.

Schon wenige Cent Preisunterschied machen E10 attraktiv

Der ADAC erklärt, dass sich E10 bereits bei einem Preisvorteil von drei Cent pro Liter lohnen kann. In der Praxis liege der Unterschied zwischen E10 und E5 häufig bei etwa sechs Cent. Wer regelmäßig tankt, kann dadurch über das Jahr hinweg Geld sparen.

Die weiterhin geringe Nutzung von E10 führt der ADAC vor allem auf die Sorge vor möglichen Motorschäden zurück. Diese Angst sei bei den meisten modernen Benzinfahrzeugen unbegründet, sofern der jeweilige Wagen für E10 zugelassen ist.

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Preise ändern sich im Tagesverlauf stark

Nicht nur die Kraftstoffsorte entscheidet über die Kosten. Auch der Zeitpunkt des Tankens spielt eine wichtige Rolle. Eine Auswertung von mehr als 14.000 Tankstellen zeigt laut ADAC deutliche Preisschwankungen innerhalb eines Tages.

Bei Super E10 beträgt der Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Zeitpunkt im Durchschnitt fast 15 Cent je Liter. Bei Diesel sind es sogar mehr als 18 Cent. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern können dadurch mehrere Euro Unterschied entstehen.

Später Nachmittag meist günstiger

Als besonders teuer gilt der Zeitpunkt um 12 Uhr mittags. Hintergrund ist das sogenannte "Österreich-Modell". Demnach dürfen Tankstellen ihre Preise nur einmal am Tag erhöhen. Diese Erhöhung ist pünktlich um 12 Uhr möglich. Danach dürfen die Preise bis zum folgenden Tag nur noch sinken oder unverändert bleiben.

Laut ADAC lassen sich die Preissprünge um 12 Uhr nicht allein mit den Rohölpreisen erklären. Günstiger ist das Tanken meist am späten Nachmittag. Ab etwa 17:30 Uhr liegen die Preise demnach wieder unter dem Tagesdurchschnitt. Wer sparen will, sollte zusätzlich die Preise verschiedener Tankstellen vergleichen und vor dem Tanken die Freigabe für E10 prüfen.


Verwendete Quellen:

ADAC: "Preisdifferenz beim Tanken so groß wie nie zuvor"

ADAC: "Super E10 tanken: So sparen Sie Geld und schonen die Umwelt"

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