Drei Tote
37-Jähriger in Waldachtal tötet Frau und rast anschließend mit Kindern in Gegenverkehr
Aktualisiert:
von dpaEin Mann soll seine Frau getötet haben. Er starb bei einem Unfall. (Symbolbild)
Bild: Marijan Murat/dpa
Ein Mann soll seine Partnerin getötet und wenig später mit den zwei gemeinsamen Kindern im Auto einen Unfall herbeigeführt haben. Zwei weitere Menschen kommen ums Leben.
Ein Mann soll seine Lebensgefährtin im Streit getötet und anschließend vermutlich absichtlich einen Autounfall verursacht haben, bei dem er und das gemeinsame Baby starben. Ein Kleinkind des Paares und die Fahrerin eines zweiten Autos wurden bei dem Vorfall in Waldachtal (Landkreis Freudenstadt) schwer verletzt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.
Streit zwischen Eltern eskaliert
Die Ermittler:innen gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der 37-Jährige am Sonntagabend (10. August) gegen 20 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in der gemeinsamen Wohnung mit der Frau in Streit geraten sei. In dessen Verlauf habe er die 34-Jährige "mittels scharfer Gewalt" tödlich verletzt.
Mit der Formulierung ist eine Waffe mit einer Klinge gemeint. Worum es sich bei der mutmaßlichen Tatwaffe genau handelte, sagte ein Polizeisprecher zunächst nicht. Die Rechtsmedizin in Tübingen solle die Todesursache klären. Auch das Tatmotiv ist Teil der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei.
Auch in den News:
Tödlicher Unfall war wohl Absicht
Nach der Gewalttat soll der 37-Jährige mit dem gemeinsamen knapp drei Monate alten Säugling und dem gemeinsamen 22 Monate alten Kleinkind geflüchtet sein, so heißt es in der Mitteilung. Auf einer Kreisstraße in Richtung Pfalzgrafenweiler habe er vermutlich bewusst sein Fahrzeug in den Gegenverkehr gelenkt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Der Mann sei mit dem Auto frontal mit dem Wagen einer 29-Jährigen zusammengestoßen. Der 37-Jährige und der Säugling erlagen den Angaben nach noch an der Unfallstelle ihren lebensgefährlichen Verletzungen.
Das Kleinkind und die Autofahrerin kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser. Sie seien nicht in Lebensgefahr. Auch ein Rettungshubschrauber war laut Mitteilung im Einsatz.
Keine Hinweise auf frühere Beziehungsprobleme
Probleme zwischen den Eltern waren der Polizei nach Auskunft des Sprechers bislang nicht bekannt. Um das Kleinkind kümmerten sich nun Angehörige, sagte er. Details zu den Kindern nannte der Sprecher nicht.
Um die Unfallursache abschließend zu klären, schaltete die Staatsanwaltschaft Rottweil einen Gutachter ein. Die Polizei stellte beide Fahrzeuge sicher.
Mehr News

Junge aus Klinik mitgenommen
Mutter und krankes Baby aus Duisburg in Ungarn gefunden

Für die Forschung
Dänemark: Kadaver von "Timmy" soll doch obduziert werden

Materialwende bei Apple
Warum Apple bei kommenden iPhones wohl doch wieder auf Titan setzt

Beliebtes Urlaubsland
Thailand will visafreie Aufenthalte für Reisende um die Hälfte kürzen

Spannende Gespräche in Peking
Xi zu Trump: Putin könnte Ukraine-Krieg noch bereuen

Suche nach Vermissten
Görlitz nach dem Hauseinsturz: Retter im Kampf gegen die Zeit

Russlands Machthaber
Putin in China – trotz Haftbefehl: Wohin kann er ohne Festnahme reisen?

Beschlüsse vor der Sommerpause
Reformpaket der Koalition: An diesem Tag soll Entscheidung fallen

Gefährlicher Trend
Vitamin-Infusionen: Behörde warnt eindringlich

