Die Geschichte hinter dem Feiertag

1. Mai: Deshalb ist am "Tag der Arbeit" frei

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

Demonstrationen am "Tag der Arbeit" (1. Mai 2025)

Videoclip • 01:13 Min • Ab 12


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Der erste Tag im Mai – für viele bedeutet das: frei! Am "Tag der Arbeit" können viele Beschäftigte nämlich genau diese niederlegen. Hinter der Geschichte des Feiertags steckt ein langer Kampf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Ursprung: US-amerikanische Arbeiter:innen fordern einen Acht-Stunden-Tag.

  • Auch in Deutschland wurde der 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag.

  • Heute haben viele Arbeitnehmende am "Tag der Arbeit" frei.

Wie der 1. Mai in die Geschichte einging

Am 1. Mai 1886 gingen in mehreren Städten der USA rund 400.000 Arbeiter:innen auf die Straßen und forderten einen Acht-Stunden-Tag. Laut Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) folgten in den Tagen darauf gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Streikenden und der Polizei. Viele der Anwesenden verloren dabei ihr Leben.

Drei Jahre später schlossen sich in Paris sozialistische Gewerkschaften und Parteien aus aller Welt zusammen. Sie erklärten den 1. Mai zum Kampf- und Feiertag der Arbeiterbewegung weltweit, in Erinnerung an die Ereignisse der Vorjahre.

Auch in Deutschland etablierte sich der Festtag. Die Weimarer Nationalversammlung erklärte ihn im Jahr 1919 einmalig zum Feiertag. Später wurde der 1. Mai von den Nationalsozialisten vereinnahmt und zum "Feiertag der nationalen Arbeit" erklärt. Ziel waren hierbei jedoch nicht die Rechte der Arbeiter:innen, sondern die Gewerkschaften zu zerschlagen, erklärt der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR).

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestätigten die Alliierten den Feiertag. In der DDR wurde er 1949 als "Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“ verankert, auch die BRD erkannte den 1. Mai als "Tag der Arbeit" an.

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Wer hat frei am 1. Mai?

In Deutschland ist der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag. Konkret bedeutet das: In allen 16 Bundesländern haben viele Beschäftigte frei, Schulen und zahlreiche Läden bleiben geschlossen.

Auch wenn ein Großteil der Menschen am ersten Maitag seine Arbeit ruhen lässt, geht der Alltag in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie Not- und Rettungsdiensten weiter. Auch viele Arbeitnehmende in der Produktion, Gastronomie, im Medien-, Kultur- und Freizeitbereich und Taxifahrer:innen arbeiten an diesem Feiertag.

Traditionell finden im gesamten Land zahlreiche Versammlungen und Kundgebungen statt, um auf die Rechte und Interessen von Arbeitnehmenden aufmerksam zu machen.



Verwendete Quellen:

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): "1. Mai: Tag der Arbeit"

MDR: "Der 1. Mai: Vom Generalstreik zum gesetzlichen Feiertag"

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