Norwegische Royals
Espen Høiby: Klage gegen Bruder von Königin Mette-Marit eingereicht
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Königin Mette-Marit kehrt erst im Sommer 2027 zurück (31. August)
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Norwegens Königshaus kommt nicht zur Ruhe. Nach ihrem Sohn wird nun auch noch der Bruder von Mette-Marit verklagt: als Miteigentümer einer Flugschule, die insolvent ging
Das Wichtigste in Kürze
Der Bruder von Norwegens Königin Mette-Marit wird verklagt.
Studierende einer Flugschule sollen durch ihn geschädigt worden sein.
Espen Høiby war Miteigentümer der Pilot Flight Academy in Sandefjord.
Jeweils 24.000 Euro Studiengebühren haben 60 Flugschüler:innen von Espen Høiby eingebüßt, dem Bruder der norwegischen Königin Mette-Marit. Das meldet "T-Online.de" unter Berufung auf den norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK. Demnach hatten die Studierenden bereits im Voraus an die Pilot Flight Academy am Flughafen Torp in Sandefjord gezahlt. Anfang 2026 ging dann das Unternehmen insolvent, dessen Miteigentümer Espen Høiby war.
Dem Bericht zufolge werden die Studierenden von der Gewerkschaft Parat juristisch unterstützt. Deren Anwalt Sigurd Kambestad erläuterte die Rolle von Espen Høiby im NRK so: "Soweit wir wissen, ist er es, der die Entscheidungen tatsächlich getroffen hat." Außer Høiby wurde auch der langjährige Geschäftsführer der Flugschule verklagt. In welcher Höhe die Studierenden Schadenersatz fordern, ist bisher nicht bekannt.
Norwegens Königshaus kommt nicht zur Ruhe
"Wir sind überzeugt, dass es keine Grundlage gibt, Espen Høiby in diesem Fall zu verklagen", erklärte hingegen Høibys Anwalt Kristoffer Aasebø im NRK: "Er hatte nie ein Vorstandsmandat bei der Pilot Flight Academy und hat das Unternehmen auch nicht gegenüber den Studierenden vertreten." Die Darstellung der Gewerkschaft sei "falsch" und "undifferenziert". Høiby habe stets auf Basis von Informationen der Geschäftsführung gehandelt, gestützt auf Kapitalzusagen der Eigentümer, so Aasebø weiter.
Der Insolvenzverwalter des Unternehmens hatte jedoch bereits im Sommer gesagt, dass der Insolvenzantrag schon zu einem viel früheren Zeitpunkt hätte gestellt werden müssen und die Finanzen gezielt nicht offengelegt worden seien. Wie es weiter heißt, steht bisher noch nicht fest, ob die Polizei ermitteln wird.
Auch in den News:
Sorgen über Sorgen für Königin Mette-Marit
Königin Mette-Marit, die Ehefrau des neuen norwegischen Königs Haakon VIII., hat damit noch einen Grund zur Beunruhigung. Nach einer Lungentransplantation absolviert die 53-Jährige derzeit eine Rehabilitation und wird bis zum Sommer 2027 keine offiziellen Termine wahrnehmen. Erst am 9. Oktober endete zudem die Hoftrauer des Königshauses nach dem Tod von König Harald V. am 28. August, dessen ältere Schwester Prinzessin Astrid nur zwei Wochen später ebenfalls verstarb.
Sorgen macht Mette-Marit auch das Strafverfahren gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby, der aus einer früheren Beziehung stammt. Im Juni war Høiby unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen in Norwegen zu vier Jahren Haft verurteilt worden, die er mit elektronischer Fußfessel auf Gut Skaugum verbringt, dem Landgut der norwegischen Königsfamilie. Bereits seit Februar saß er in Untersuchungshaft. Gegen die Verurteilungen wegen Vergewaltigung und häuslicher Gewalt legte Høiby Berufung ein. Ab Februar 2027 soll der Fall neu verhandelt werden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
T-Online.de: "Noch ein Grund zur Sorge: Bruder von Königin Mette-Marit wird verklagt"
nrk.no: "Espen Høiby saksøkt av studenter etter flyskolekonkurs"
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