90 Beschäftigte betroffen

Modehaus Keller-Warth aus Baden-Württemberg insolvent

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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Die Modehauskette Keller-Warth aus Baden-Württemberg hat Insolvenz angemeldet. Trotz 162 Jahren Firmengeschichte geriet das Familienunternehmen unter Druck – knapp 90 Beschäftigte bangen nun um ihre Arbeitsplätze.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Modehauskette Keller-Warth hat nach 162 Jahren Insolvenz angemeldet.

  • Das Traditionsunternehmen betreibt in Baden-Württemberg 14 Filialen an 7 Standorten.

  • Zu den Gründen für die Pleite und die weiteren Aussichten, äußert sich der Geschäftsführer.

Die regionale Modehauskette Keller-Warth aus Biberach an der Riß hat Insolvenz angemeldet. Der Antrag wurde beim Amtsgericht Ravensburg gestellt, wie die "Bild" berichtet. Das Unternehmen betreibt insgesamt 14 Filialen an sieben Standorten in Baden-Württemberg: Betroffen sind die Städte:

  • Biberach

  • Ravensburg

  • Laupheim

  • Riedlingen

  • Oberjoch

  • Überlingen

  • Freiburg

Das Unternehmen wurde 1864 gegründet und wird heute in fünfter Generation von Geschäftsführer Günter Warth geführt. Der laufende Geschäftsbetrieb soll trotz des Insolvenzantrags in allen Filialen weitergehen. sagte Warth der "Bild". Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Ulmer Rechtsanwalt Michael Winterhoff bestellt.

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Modehauskette Keller-Warth meldet Insolvenz an

Als Gründe für die finanzielle Schieflage nennt Keller-Warth mehrere Entwicklungen. Die Folgen der Corona-Schließungen, sinkende Besucher:innenzahlen in den Innenstädten und deutlich gestiegene Kosten hätten die Kette stark belastet.

Warth betonte: "Die Marktbedingungen im stationären Modehandel haben sich grundlegend verändert – und darauf müssen auch wir reagieren." Die über viele Jahre gewachsenen Unternehmensstrukturen seien unter den heutigen Bedingungen nicht mehr überall tragfähig, erklärte Warth weiter.

Knapp 90 Beschäftigte von Insolvenz betroffen

Für die Belegschaft bedeutet das Verfahren eine Zeit großer Unsicherheit. Knapp 90 Mitarbeiter:innen arbeiten für Keller-Warth. Warth erklärte, der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze habe Priorität.

Ein Unternehmen mit einer so langen Geschichte zu führen, ist für mich mit großer Verantwortung verbunden

Geschäftsführer Günter Warth

Der Einsatz des vorläufigen Insolvenzverwalters soll helfen, die wirtschaftliche Lage zu ordnen und Möglichkeiten für eine Fortführung auszuloten. Warth äußerte die Hoffnung, dass die Geschichte des traditionsreichen Unternehmens weitergehen könne.



Verwendete Quellen:

Bild: "Modehaus-Kette mit 14 Filialen an 7 Standorten pleite"

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